Verfasst von: sui fēng | 18. September 2009

Kyoto – die Ankunft

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht auf meinen duftenden Tatami hatte ich heute Vormittag einen klaren Kopf, um mir Gedanken um die naechsten Berichte zu machen.

Ich werde so ziemlich jeder Station einen eigenen Bericht widmen, da es zu jedem recht viel zu erzaehlen gibt und taete ich mehrere Dinge in einem zusammenfassen, geht vielleicht wichtiges verloren, was fuer euch evtl. auch lesenswert waere. Trotzdem werden die einzelnen Berichte „zusammenhaengend“ geschrieben werden und solltet ihr euch einen Bericht herauspicken, da ihr das Thema spannender findet als andere, dann wundert euch nicht, wenn ihr das Gefuehl habt, das irgendetwas fehlt.

Also… dann fang ich mal an *hihi*.

Wie der Wetterbericht vermuten liess, regnete es bei unserer Abfahrt hier in Mobara. Die Eltern waren besorgt, dass wir Kyoto auch nur im Regen erleben wuerden, aber ich sagte, dass wir bisher immer Glueck hatten und versicherte, dass es dieses Mal bestimmt ebenso sein wird.

So ging es zuerst von Mobara nach Chiba und von dort nach Tokyo/Akihabara. Da vielleicht einige von euch nicht wissen, WIE gemuetlich diese S-Bahnen sind, hier mal ein Bildchen!

Train Tokyo Akihabara Chiba

Von Akihabara ging es zum Zentralbahnhof Tokyo, wo wir in unseren Shinkansen „Hikari“ umgestiegen sind.

Shinkansen Hikari

Vom hereinrauschenden Zug habe ich leider kein Bild, da dieser bereits gereinigt wurde, als wir auf dem Gleis ankamen. Er aehneld aber sehr unserem ICE. So recht viel Hunger hatte ich auf der 2.5 stuendigen Fahrt nach Kyoto nicht, aber einen kleinen Snack hatte ich mir doch gegoennt. Was ich nicht wusste war, dass in diesem kleinen Kuchen Rum, enthalten war… VIEL Rum… MIT Alkohol ^^ ! Dazu mein italienischer Espresso… war echt miammi *hihi* .

Shinkansen Hikari Snack

Die Fahrt nach Kyoto durch das verregnete Japan war sehr gemuetlich. Dai hat geschlafen, ich habe meiner neuen Kobukuro-CD gelauscht und schwupps hiess es auch schon aussteigen. In Kyoto war es angenehm warm und – der Himmel liess es bereits vermuten, es klarte auf! Man kann nicht sagen, dass die Sonne geschien haette, aber es regnete nicht mehr und das liess unsere gute Laune nochmals ansteigen.

Am Bahnhof angekommen, nochmals kurz die Richtung zum Hotel gecheckt…

DSC_0841

…und weiter gings Richtung Hachijo Exit.

Kyoto Station

Die Tatsache, dass Japaner oft einen Mundschutz in der Oeffentlichkeit tragen, halte ich persoenlich fuer sehr sinnvoll. Ist man selber erkaeltet, schnieft man die anderen mit seinen Baktieren nicht an, gerade in der S-Bahn echt eklig, und man laeuft weniger Gefahr, sich selber irgendwo mit anzustecken – wie z.B. jetzt aktuell mit der Schweinegrippe. Hier in Deutschland waere das Tragen eines Mundschutzes mehr als verpoehnt, glaube ich :roll: .

Wie vor zwei Jahren hatten wir wieder im New Miyako Hotel gebucht, da dieses wie bereits erwaehnt, zusammen mit dem Shinkansen-Ticket fast „geschenkt“ gewesen ist.

So schaut denn ein fast geschenktes Zimmer aus :) !

New Miyako Kyoto

DSC_0850

Das Bad! Ich wollte nicht blitzen, drum sind die Bilder ein bisschen dunkel.

New Miyako Kyoto Bathroom

Bathroom Toilet Japan Kyoto

New Miyoka Kyoto Bathroom

Das Hotel ist wirklich wunderschoen, aber eigentlich nicht bezahlbar fuer uns Normalsterbliche. EINE Nacht fuer zwei Personen kostet regulaer im Sued-Fluegel, wo wir uebernachteten, ¥38,115 (ca. 248 Euro). Wir haben fuer die beiden Hin-Rueck-Shinkansen-Tickets – reservierte Plaetze- und zwei Uebernachtungen fuer 2 Personen 440 Euro bezahlt. Nicht so schlecht, oder? Immernoch eine Menge Geld, aber den Spass war es uns wert.

Unsere Sachen haben wir blitzefink verstaut, die wichtigesten fuer unsere erste Besichtigung eingepackt und los ging das Abenteuer Kyoto – zum Schloss Nijo, welches 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde.

- Fortsetzung folgt -


Antworten

  1. ah ja, wieder neue bilder. eine japanische toilette, selbstredend mit warwasserspülung und fön nehme ich mal an.
    mundschutz: ich denke das hat auch ein wenig mit der japanischen kultur zu tun. soweit ich es mal mitbekommen habe ist es auch nicht so gern gesehen wenn man essen mal kurz wegtreten geht, oder am tischen niesen geht ja gar nicht. sie sind da halt etwas reinlicher als wir – oder kleinlicher ?
    naja wenn man sich so manchen deutschen assi anschaut…

    zum niesen fällt mir ein, daß im zusammenhang mit der schweinegrippe hier in der BRD einen broschüre aufgetaucht ist, wo tips drin sind wie man sich schützen kann. im grunde genommen niesen wir falsch. wir halten uns die hand vor´s gesicht. in dem flyer wird aber die eigene armbeuge empfohlen, damit man seinen schnodder nicht gleich beim nächsten händeschütteln weitergibt.
    und jetzt versuch dir das mal anzugewöhnen.

    ;-)


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