Bemerkenswert

Herzlich willkommen

Schön, dass du hergefunden hast 🙂 !

Ich bin Nicole und lebe in Pinneberg bei Hamburg zusammen mit meiner Rhodesian Ridgeback Hündin Zuki (Baganda ZamZam Zazou). Zudem begleitet häufig Tali unser Leben, der Hund meiner Eltern. Über das Leben mit den Hunden blogge ich auf “Tali’s Welt🙂 !

Auch wenn meine Zuki ein sehr wichtige Rolle in meinem Leben spielt, gibt es auch ein Leben neben meinem Hundekind.

“suí fēng” entstand im Jahr 2007, da ein lieber Mensch meinte, ich solle meine Gedanken doch schriftlich festhalten und gerne auch veröffentlichen. So geschehen die Dinge manchmal 🙂 . „Tali’s Welt“ entstand ca. 1 Jahr später.

Hier war es eine zeitlang ruhig, aber das wird sich durch das Thema „Yoga“ ändern. So sprenge ich meinen mittlerweile recht groß geratenen Hundeblog nicht auch noch mit anderen Themen.

Seit 1998 arbeite ich in Hamburg in einer tollen Praxis als Dentalhygienikerin und sorge dafür, dass meine Patienten gut mit ihren Zähnen auskommen 😀 ; zudem trainiere Menschen mit Hunden im kleinen Rahmen in Pinneberg.

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In einer freien Gruppe im Pinneberger Rosengarten trainiere ich chinesische Kampfkünste  (Wudang Taijiquan und Piguazhang) .

Viel Spaß beim Lesen meines Blogs! Nicole

Wir wachen jeden morgen mit einem „neuen“ Gehirn“ auf!

Wir wachen jeden morgen mit einem „neuen“ Gehirn auf. Mit einem, dass sich aufgrund von Erlebtem und Erfahrenem am Tage während des Schlafes neu organisiert, sich umbaut und anpasst. Neue Dinge werden in das bereits bestehende Datennetzwerk eingepflegt – alles wird upgedatet, damit es bei der nächsten Benutzung „besser“, schneller und effektiver funktioniert.

In den Traumphasen sind es eher die Bewegungsabläufe, die gespeichert werden, in den Tiefschlafphasen eher neu gelernte Dinge. Das alles hier ist sehr vereinfacht ausgedrückt. Fakt ist, dass während wir schlafen, ist unser Gehirn mächtig am Arbeiten ist!

A-HA – und nun?

Der eine mag nun denken, schön, dass ich das jetzt weiß, aber tut das Not? Was bringt mir dieses Wissen? Ein anderer mag denken, das ist doch ein alter Hut?!

Ich gehöre eher zu den letzteren. Während meiner Ausbildung bei Dr. Ute Blaschke-Berthold habe ich einen fundierten Background im Bereich der Emotionen, Verhalten und Neurobiologie bekommen. Ich weiß recht genau, wie was funktioniert, was für Auswirkungen dieses oder jenes hat, wo Verhalten und Emotionen entstehen und wie Einfluß darauf genommen werden kann.

Zudem befasse ich mich seit Jahren mit dem Daoismuss, Buddhismus und seit längerem nun auch intensiver mit der Philosophie des Yoga.

Alter Hut – neue Erkenntnisse

Vor kurzem waren mir wieder einmal zwei sehr nette Bücher in die Hand gefallen. Beide haben die Schnittstelle von „altem Wissen“ und „neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen“ zum Thema.

  1. „Buddha und die Wissenschaft vom Glück“ von Yongey Mingyur Rinpoche. Es ist ein unglaublich warmherziges, humorvolles, spannendes und authentisches Buch über Buddhismus und Neurobiologie. Sehr angenehm zu lesen; und es führt einen sehr leicht in verschiedene Formen der Meditation ein. Sehr ungezwungen und kurzweilig.
  2. „Neuro Yoga“ von Anna Trökes und Dr. Bettina Knothe. Ein sehr ähnliches Thema, dieses mal aus yogischer Sicht (die Überschneidungen zum Buddhismus werden hier sehr deutlich), einen Tick wisschenschaftlicher und nicht ganz so „warmherzig und humorvoll“. Trotzdem ein sehr gut zu lesendes Buch, welches das Thema sehr schön aufarbeitet.

In beiden Büchern wird beleuchtet, wie das „Wissen der alten Weisen“ heutzutage wissenschaftlich belegt wird/ belegt werden kann. Meßinstrumente müssen halt manchmal auch erst entwickelt werden, um bestimmte Vorgänge im Gehirn für uns Menschen sichtbar zu machen 🙂 .

Ich hatte beim Lesen beider Bücher mehrere A-HA-Momente. Nicht, dass ich mir über die Thematik noch keine Gedanken gemacht hatte, aber manchmal sind es die andere Wortwahl, ein anderer Punkt, von dem man aus Dinge beschreibt und beobachtet, die vieles verständlicher und begreifbarer machen, so dass es im Kopf „click“ macht.

Ich bin halt so, wie ich bin! Oder?

Komme ich wieder zurück zu meinem Gehirn, welches ständig dabei ist, sich an neue Dinge anzupassen, effektiver zu werden, dann heißt das auch ganz klar, dass ich nicht immer so handeln muss, mich nicht immer so verhalten muss, weil ich halt so bin, wie ich bin! Ich bin keine Gefangene meiner Selbst!

Ich habe durchaus Eigenschaften an mir, die mir „nicht gefallen“, bei denen ich denke, boah, das war mal wieder typisch für dich, Nic. Das sind bspw. immer wiederkehrende Gedanken, die automatisch auftauchen, wenn dieses oder jenes geschieht – wie eine CD, die sofort weiß, welches „Stück“ in dieser oder jener Situation abgespielt werden muss.

Dazu die passenden Verhaltens- und Bewegungsmuster. Verhalten, die wie automatisch in diesen Momenten ablaufen mit den dazugehörigen Bewegungen. Alles schön eingeschliffen, damit sie auch weniger Energie und Anstrengung kosten. Dass die dabei aufkommende Gefühle sich auch jeweils ähneln, liegt auf der Hand. Mein Körper ist diesbezüglich oft sehr „effizient“.

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Es gibt durchaus viele Bereiche, wo ich genau das Liebe. Wo es rund läuft, sich gut anfühlt. Das Ganze ist ja erst mal nicht „Schlimmes“, sondern vor allem wichtig!

Aber es gibt sie halt, die Dinge, die mir mein Leben „schwerer“ machen, als es manchmal eh schon ist. Situationen und Momente, die ich zum Problem mache, weil ich so reagiere, wie ich reagiere. Dabei wären die Probleme vielleicht keine, sondern eher Herausforderungen, die ich durchaus leicht bewältigen könnte, wenn ich mir nicht selber im Weg stünde. Oder ich sehe „Probleme“, weil mein Gehirn meint, ah schau, so etwas hatten wir doch schon mal, das kann ja nix werden 😀 !

Dazu zählen im Übrigen auch das immer wieder durchgehen von Erinnerungen an Dingen, die nicht rund gelaufen sind, die mir Probleme gemacht haben. Ja, es ist für mich wichtig, mich damit auseinander zu setzen, aber irgendwann muss auch gut sein. Denn ein Durcharbeiten dieser Dinge trainiert mein Gehirn auch immer wieder, mich wieder genau so zu verhalten und mich schlecht zu fühlen.

„Die äußere Realität ist der Spiegel der inneren Wirklichkeit!“ Fragt mich jetzt nicht, woher das Zitat stammt, aber ich finde es so bezeichnend und Teilnehmer meiner Seminare kennen es 🙂 .

Fakt ist, fokussiere ich mich auf meine Probleme, auf unnette Menschen, Situationen, Weltgeschehen, dann wirkt mein Leben düsterer, erlebe ich es düsterer.

Fokussiere ich mich auf schöne Dinge, nette Menschen und Situationen, sieht mein Leben ganz anders aus. Und auch Erinnerungen an Vergangenes wirken anders auf mich, als wäre ich in düsterer Stimmung.

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Fazit:

Ich möchte mein Gehirn noch achtsamer und noch intensiver mit für mich netten Dingen „füttern“, damit es neue Datenautobahnen schaffen kann, die mich dann auch wieder leichter anders in „problematischen Situationen“ reagieren lassen können.

Das ganze ist teils „harte Arbeit“, denn, wie oben geschrieben, der Körper hat sich super auf das Leben eingestellt, damit er möglichst effektiv und mit wenig Energie dieses oder jenes bewältigen kann. Dröselt man diese Prozesse auf und möchte sie anderes gestalten, ja, dann kann das anstrengend sein. Bis der Moment kommt, wo das Gehirn die neuen Datenautobahnen sicher nutzen kann, die alten langsam wieder zuwachsen und weniger gut befahrbar werden.

Dazu werde ich meinem Körper weiterhin mit dem Yoga auch neue Bewegungsmuster zukommen lassen. Körper und Geist hängen zusammen und natürlich bewege ich mich oft ähnlich, wenn ich mich so oder so fühle, mich so oder so verhalte. Das hinterlässt auch im Körper deutliche Spuren. Dazu noch die teils einseitigen Bewegungen im Alltag, die vieles nicht besser machen.

Wenn ihr das nächste Mal schlafen geht, dann fragt euch kurz, womit ihr euer Gehirn und euren Körper am Tage „gefüttert“ habt und was es daraus in der Nacht machen könnte. Ich für mich kann sagen, dass es mich teils nicht wundert, dass ich so reagiere, wie ich manchmal reagiere und bei mir ist da tatsächlich häufig noch „Luft nach oben“ 😀 ! Aber, alles andere wäre auch langweilig 🙂 !

Und schaut, ob ihr euren Körper ebenfalls helfen könnt, aus eingeschliffenen Bewegungsmustern rauszukommen! Das Gehirn alleine kann das nicht schaffen! Es gibt diesbezüglich viele fähige Menschen, die euch dabei unterstützen können, wenn euch die Ideen fehlen!

Nachtrag:

Das es auf Facebook gerade erwähnt wurde. Das hier ist keine wissenschaftliche Abhandlung und natürlich sind die Dinge komplexer.Trotzdem hat jeder für sich die Möglichkeit in seinem Rahmen, Veränderungen vorzunehmen 🙂 . Versteht es als Prozess und nicht als ein einmaliges Ereignis ☺️ 🙏 . Zudem finden Veränderungen im Gehirn nicht nur während des Schlafens statt, sondern auch vor allen während des Erlebens.

Der Mensch ist, wie jedes Lebewesen, das Produkt seiner Gene, seiner Umwelt und seinen Erfahrungen. Das macht es oftmals dann auch recht kompliziert. An vielen Schrauben kann ich für mich nicht drehen, an manchen schon. Und dass ich mir nicht mal eben schwupps nen neues Gehirn basteln kann, mit dem alles besser laufen wird, dürfte auch klar sein 😄 . Aber vieles geht dann doch. Training trainiert – im Rahmen der individuellen Möglichkeiten. Studien belegen es mittlerweile.

„Thorax & Pelvis – Osteopathie im Yoga“ – Workshop-Review

Am letzten Wochenende fand der zweite Teil von „Osteopathie im Yoga“ statt. Das Thema „Thorax & Pelvis“ (Brustkorb & Becken) an sich liest sich eventuell auf den ersten Blick wenig spannend, eher nüchtern, medizinisch, wenig yogisch. Vielleicht mit ein Grund, weswegen die Resonanz auf die Ausschreibung des Workshops nicht allzu groß gewesen ist. Aber stylische Namen für bestimmte Themen kann mittlerweile ja fast jeder finden, drum darf man es auch mal einfach halten 🙂 . Ein Glück für uns TeilnehmerInnen, denn auch bedingt durch die kleine Gruppe war die Atmosphäre wieder einmalig.

Wer den Bericht zum ersten Teil nicht gelesen hat, dem möchte ich ans Herz legen, dieses vorab zu tun. Dadurch dass dieser Workshop für mich eine Fortsetzung gewesen ist, werde ich einiges nicht wiederholen.

Klick mich -> https://seisui.wordpress.com/2016/06/06/viszerale-osteopathie-im-yoga-workshop-review/

Thomas und Gunnar führten uns erneut auf ihre angenehme Art und Weise durch die beiden Tage. Wieder einmal empfand ich es als sehr wertvoll, wenn durchaus komplizierte Sachverhalte, Vorgänge und Entwicklungen, klar, einfach, verständlich und nachvollziehbar erklärt werden, zusammen mit einer guten Prise Humor 😀 . Das Ganze ging am Sonntag so weit, dass wir uns zusammensetzen konnten, um eine Fallbesprechung auf Basis unserer neuen Erkenntisse zu starten und einen Therapieplan zu entwicken – aber dazu später mehr.

Einführung – offene Diaphragmen und die Einheit!

Nach einer kleinen Begrüßungsrunde begann der Samstag wieder mit dem Öffnen der Diaphragmen – aus yogischer Sicht (s. Bericht zum ersten Workshop). Die Diaphragmen sollten sich gegeneinander bewegen (drehen) können bzw. beweglich sein. Dass das nicht immer so ist, durfte ich am Sonntag selbst erfahren, als Gunnar meine testete. Meine oberen Diaphragmen waren linkslastig, nur das Becken wollte nach rechts. Mit zwei Übungen, die Thomas für uns als Alternative zu denen vom letzten Workshop an die Hand gegeben hatte, konnte ich wieder auf Kurs gebracht werden. Für mich jedoch Grund genug, mich selbst demnächst osteopathisch checken zu lassen. Wenn ich mir meine Stunden am Behandlungsstuhl anschaue, wundert mich meine Linkslastigkeit eigentlich kaum. Zudem habe ich einige Operation auf der linken Körperseite gehabt. Ob das auch mit rein spielt, fällt mir beim Schreiben gerade ein…? Und das Ganze deckt sich ein auch mit meinen Erfahrungen auf der (Yoga)-Matte.

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Danach ging es weiter mit einer Einführung in die Osteopathie. Dieses Mal mit dem Fokus auf die Ontogenese, also der Individualentwicklung eines Organismus von der Befruchtung der Eizelle bis zur Geburt.

Falls sich jemand fragen sollte, was das mit dem weiteren Thema zu tun hat – alles *lach*. Für mich wieder einmal so viele A-HA-Momente. Es ist die Basis, warum im Körper eigentlich nichts „getrennt“ betrachtet werden kann. Warum bestimmte Organe und Körperteile miteinander in Verbindung stehen, obwohl es von Außen betrachtet kaum möglich zu sein scheint. Und es ist so wichtig, da gesundheitliche Probleme nicht unbedingt dort zu lösen sind, wo sie primär auftreten. Danke an Gunnar, der uns den Zauber und das Wunder des Lebens, der Evolution, auf diesem Gebiet so unglaublich gut und verständlich nahe gebracht hat.

14940216_1626226691004819_3342147207762981836_oLiebe Leutchens dort draußen – das Leben ist ein Wunder! Dass wir dieses (und da schließe ich mich gerne mit ein), doch häufiger mit Füßen treten als uns lieb und bewusst ist (bezüglich unserer eigenen Gesundheit, bezüglich unseren Mitmenschen und Mitlebewesen gegenüber) ist im Grunde  vollkommen absurd!

Der Brustkorb (Thorax)

Nach der Einführung gingen wir den Brustkorb durch mit dem dazugehörigen Drumherum. Schultergürtel, Thoraxeingang – ich habe mir nie Gedanken darüber gemacht, was dort oben vom Kopf aus durch das relativ kleine „Loch“ alles in den Brustkorb führt-, die Arme mit den Händen, das Zwerchfell und die unteren Extremitäten.

Hier waren natürlich die Lungen- und Herzfunktion mit die wichtigsten Themen. Auch wenn ich mich bereits mehrmach mit der Atmung auseinander gesetzt habe, habe ich es nun (endlich) verstanden – denke ich 😀 . Was für ein komplexer Vorgang!

Wir sind verschiedene Erkrankungen durchgegangen, welche Lunge und Herz betreffen können und vor allem auch, wo sie entstehen könnten bzw. was alles auf diese Einfluß nehmen kann oder wo diese zusätzlich Probleme verursachen können. Zusammenhänge begreifen lernen stand ganz weit oben auf der Zu-lernen-Liste! Dazu zählen auch die Arme mit den Händen. Durch kurze Rücksprünge in die Ontogenese wurde vieles klar!

Da es eventuell viele betrifft und es vielen vielleicht nicht bewusst ist (Yogis wissen es meist)- ein wichtiger Hüftbeugemuskel, der Psoas, hat eine direkte Verbindung mit dem Zwerchfell, dem wichtigstem Atemmuskel. Menschen, die bspw. viel sitzen, haben oftmals Probleme den Hüftbeugern. Wenn es mit der Atmung nicht so klappt oder Beschwerden auftreten, sollte auch daran gedacht werden.

Nach all der Theorie, die ich hier wieder nur minimalistisch ankratze, ging es weiter in die Praxis, durch die uns Thomas führte. Wobei das nicht ganz richtig ist. Thomas ist mit uns die Übungen durchgegangen und lies uns Raum für eigene Ideen. Zudem erarbeiteten wir Alternativen für Menschen, die diese oder jene Übung aus gesundheitlichen Gründen oder weil ihr Körper (noch) nicht so beweglich ist, nicht in der Art und Weise ausführen können. Ich fand das klasse, denn selber überlegen, ausprobieren und neues Wissen einfließen lassen hilft mir in dem Stadium mehr, als einfach etwas vorgeführt zu bekommen.

Das Becken (Pelvis)

Nach dem Samstag ratterte mein Kopf und ich musste Sonntag ein paar Fragen loswerden. Hätte ich in der Schule Lehrer gehabt, die so angenehm mit ihren Schülern umgehen, dass man sich traut, Fragen zu stellen ohne Sorge zu haben, dass einem Unwissen vorgehalten wird und Negativeinträge gemacht werden, wäre mein Leben in der Schule ein ganz anderes gewesen.

Aus diesen Fragen entstanden in der Gruppe weitere und es wurde noch mehr beantwortet als das, was ich fragte. Super klasse 🙂 !

Danach starteten wir mit der Theorie zum Thema Becken und seinen Organen – allem voran die Blase und die Geschlechtsorgane von Frau und Mann. Aufbau, Funktion, Entwicklung und Erkrankungen. Und auch, welchen Einfluß die Position und Lagerung der oberen Bauchorgane (s. Bericht zum ersten Workshop) auf die des Beckens haben und auf die Position des Beckens selber.

Euch weiblichen Leserinnen möchte ich nach dem, was ich nun weiß, ans Herz legen, einen guten! Osteopathen aufzusuchen, wenn ihr arge Probleme während der Menstruation habt oder auch einen unerfüllten Kinderwunsch. Es kann „mechanischer“ Stress ursächlich sein.

Fallbeispiel

Nachdem wir auch zu diesem Themenbereich Übungen durchgegangen waren, ging es weiter mit dem bereits oben erwähnten Fallbeispiel. Da bei ca. 70% der Bevölkerung das Becken in einer ungünstigen Position steht (bsp. verdreht, nach vorn gekippt, schief), war es nicht schwer, eine Art Therapieplan am Beispiel unserer selbst zu entwickeln 🙂 .

Warum gerät das Becken so „leicht“ aus seiner Position und verursacht dann oftmals Probleme? Durch viel Sitzen, einseitige Bewegungen, durch einen Druck der Bauchorgane in das Becken, durch Unfälle – oder oder oder. Hier zeigte sich wieder deutlich, wie schön es wäre, wenn die verschiedenen Bereich wie beispielsweise Osteopathen und (Yoga)Lehrer, zusammen arbeiten würden, um Menschen zu helfen.

Diesen Teil fand ich wirklich nett – neues Wissen anwenden, Ideen entwickeln. Obwohl wir einen Teil der Übungen nur kurz durchgegangen waren, war ein Unterschied für den einen und anderen schon deutlich sichtbar und spürbar.

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Alles braucht seine Zeit – eigene Erfahrungen

So manche Fehlstellung begleiten einen Monate wenn nicht Jahre. Es wäre dem Therapeuten gegenüber nicht fair zu hoffen, dass mit einem Male, mit einer Behandlung, alles wieder gesund ist. Auch wenn man so gerne eine Tablette für dieses oder jenes hätte. Was ich in dem Zusammenhang wichtig finde ist der Teil der Eigenverantwortung. Das eine sind die Menschen, die einem direkt helfen können, etwas in Bewegung setzen können. Aber dann kommt der betroffene Mensch selber ins Spiel. Wurde eine Art Therapie- und Trainingsplan entwickelt funktioniert der nur, wenn er auch benutzt wird 🙂 !

Die Veränderungen brauchen Zeit. Das macht es mit der Motiovation natürlich etwas schwerer. Aber ca. 6 Monate wären schon eine gute Zeit 🙂 . Ich selber durfte und darf „Stehen“ lernen. Es muss mittlerweile schon ca. ein halbes Jahr her sein als Thomas mir sagte, dass ich ungünstig stehe. Gewundert hat mich das nicht. Füße, Becken – ich weiß, wo deren Probleme her kommen. Die letzten Monate habe ich meinen Fokus speziell auf meine Füße gelenkt. Für Außenstehende ist die Veränderung meiner Füße und auch mein Stand wohl schwer erkennbar, aber für mich ist sie extrem. Stehe ich beispielsweise an einer Ampel, stehe ich mittlerweile fast immer ganz zentriert und verwurzelt auf beiden Füßen, das Becken ist locker. Kein „mal auf dem einen Bein stehen, mal auf dem anderen“, kein schief stehen, keine Ausweichbewegung. Letztendlich haben sich in den Yoga-Übungen selber viele Veränderungen ergeben. Das eine bedingt das andere.

Wann diese Veränderung so gravierend eingetreten ist, weiß ich nicht. Irgendwann bemerkte ich es an einer Ampel. Das Stehen fühlte sich auf einmal super geerdet an, als würden sich die Füße (auch durch dickere Sohlen), in den Boden saugen. Erwartet hatte ich mit meinem Programm erst Mal gar nicht viel; ich habe es einfach „nur“ gemacht. Und mache weiter. Auf der Arbeit, im Alltag – es gibt so viele Fallstricke, wo man in alte Bewegungsmuster fällt bzw. dazu gezwungen wird.

Da hilft es nur den Popo hoch zu bekommen und das Ganze immer wieder selbst anzupacken – im besten Falle mit einer guten Unterstützung eines Lehrers und/ oder Therapeuten.

Fazit:

Der Workshop war wieder ganz ganz toll und ich habe für mich unglaublich viel mitgenommen. Vor allem die Nachhaltigkeit ist mir wichtig. Wenn ich etwas verstehe, kann ich was draus machen und ggf. anwenden. Die Gruppe war wieder suuuper angenehm und lustig. So macht lernen Spaß! Danke an alle Beteiligten für die tolle Zeit!

Meine Yogalehrerausbildung startet in einem Jahr. Es ist gut, dass ich die Zeit bis dahin noch habe, denn es passiert durch die Yoga-Praxis derzeit recht viel in der eigenen Entwicklung.

Die Themen der Workshops sind auch Teil der Yogalehrerausbildung Stufe 2, welche 2018 startet. Es kribbelt so in den Fingern, aber ich starte an der Basis mit Stufe 1 ❤ ! Das Fundament muss stimmen.

Und da es mir wieder so deutlich wurde – tretet euer Leben und das anderer nicht mit den Füßen. Das Leben ist ein Wunder, ein Geschenk! Macht was draus!

(Fotos by Thomas Kluge)

Viszerale Osteopathie im Yoga | Workshop Review

Wer an Yoga denkt, hat vermutlich zuerst einmal Worte im Kopf wie Flexibilität, Entspannung, Kraft und Gesundheit. Dazu die passenden Bilder von Menschen in teils interessanten Stellungen oder entspannt sitzend oder liegend.

Ich hatte auf körperlicher Ebene den Fokus ebenfalls auf diese Punkte. Ja, die Bewegungen haben auch Einfluss auf das in mir drin, aber ich nahm meine Yogapraxis letztes Jahr aufgrund starker Rücken- und Hüftschmerzen und weiterem wieder auf. Nicht wegen organischer Probleme. Ich beschäftigte mich vor allem mit den Wirbeln, Gelenken, Muskeln und Faszien.

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In dieser Zeit fiel mir ein Buch in die Hand mit dem Titel „Osteopathische Übungen mit dem Pilatesroller„. Gekauft hatte ich es wegen meiner Beschwerden, hängen geblieben war ich jedoch bei einem bestimmten Punkt – den (viszeralen) Organen und der Möglichkeit, sie durch Übungen so zu beeinflussen, dass sie wieder eine für sie günstigere Position einnehmen und sie somit besser funktionieren können und ggf. sogar Medikamente nicht mehr nötig sind oder reduziert werden können. Ein Bereich, der mir während meiner Abi-Zeit und in den Ausbildungen nicht wirklich vertraut wurde – viszerale Organe. Mit meinem Herz und Lunge hatte ich durchaus eine Verbindung, aber das da unter? Wie oft musste ich mich mit Bildern der Eingeweide auseinandersetzen, habe während einer Obduktion sogar daneben gestanden. Aber trotzdem war dieses wichtige Thema für mich nicht „greifbar“.

Leber, Niere, Milz, Magen, Darm und Co – sie liegen da so zusammen gestopft. Ja, wo genau überhaupt? Und wie überhaupt? Wie kann das überhaupt funktionieren? Bemerken tut man die viszeralen Organe vor allem dann, wenn sie nicht mehr rund laufen oder der Arzt sagt, dass das Blutbild vom Kurs abweicht. Was das für den Menschen bedeuten kann, erlebe ich oft in der Praxis. Die Medikamentenliste ist teils lang, es kommt eines zum anderen. Oder die Ursache für bestimmte Beschwerden werden nicht gefunden. Bluthochdruck und immer wiederkehrende Infekte stehen auch weit oben auf der Liste.

Daher war ich sehr angetan von dem Titel des Workshops, für den ich mich angemeldet hatte, bevor ich wusste, dass ich auch die Ausbildung starten werde. Ich wollte mehr wissen für mich und für meine Familie. Gehofft hatte ich, dass meine sehr verkümmerten Ideen über die Organe und deren Funktion ausreichen, um dem Ganzen zu folgen.

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Erwartungen

Was hatte ich vom Workshop erwartet? Geleitet wurde der Workshop von Thomas Kluge (Yogalehrer, Kinesiologe EMK, Dozent in der Yogalehrerausbildung) und Gunnar Tannhäuser (Physiotherapeut, Osteopath BAO/B.Sc., Dozent in der Osteopathieausbildung). Bei den beiden Dozenten war ich einfach erstmal davon ausgegangen, dass es mit Sicherheit gut werden würde. Thomas durfte ich mittlerweile schon mehrere Male erleben und wenn er jemanden mit ins Boot holt, kann dieser Menschen ebenfalls was. So viel jedoch vorab – Gunnar hat mit seinem Wissen, seiner Ruhe und seiner Bescheidenheit einen ziemlichen Eindruck hinterlassen 🙂 .

Erhofft hatte ich mir, dass mir meine viszeralen Organe näher gebracht werden würden, ich verstehe/ begreife, warum was wie zusammenhängt (teils ist das tatsächlich wörtlich zu nehmen) und ich eine Verbindung zu ihnen bekommen. Erhofft, dass ich Übungen an die Hand bekomme, mit denen ich meinen Körper und evtl. den meiner Menschen unterstützen kann.

Auf dem Weg zum Gedanken an die Ausbildung ist es tatsächlich auch einer der Bereiche im Yoga, der mir persönlich immer mehr zusagt, wenn ich an die Arbeit mit Menschen denke.

Teilnehmerfeld

Wir waren eine sehr sehr kleine Gruppe. Der erste minikleine Moment der leichten Panik (hui, da kannste dich gar nicht „verstecken“) verschwand sehr schnell. Am zweiten Tag wurde uns klar, dass unter anderem vier Generationen Yoga-Now-Lehrerinnen (ausgebildet, in Ausbildung und vor Ausbildungsstart) anwesend waren 😀 , dazu eine Teilnehmerin aus dem Bereich Pilates. Diese kleine Gruppe war ein echtes Geschenk. Dazu jedoch später mehr.

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Inhalte

Vorab, ich werde hier keine detaillierten Dinge aufschreiben können. Dass, was ich in den zwei Tagen lernen durfte war so komplex, dass es nicht mal so eben niedergeschrieben werden kann. Vieles arbeitet in mir noch nach, wird „sortiert“, mit vorhandenem Wissen „vernetzt“ und muss durch die eigenen Praxis weiter vertieft werden. Auffrischungen werden auch nötig sein. Dass, was ein Osteopath in seiner Ausbildung lernt, dass, was ein langjähriger Yogalehrer gelernt hat, ist nicht mal eben so in zwei Tagen auf dem selben Level zu erreichen.

Als uns Thomas das umfangreiche Script gleich zu Beginn des Workshops in die Hand gab dachte ich erst, ob das so eine gute Idee ist? Ich kenne es von mir, dass, wenn ich den Referenten/ Dozenten nicht zuhören kann (da einschläfernd vorgetragen oder so 😀 ) oder ich mal abschalten muss, in dem Script lese, rummale und nicht bei der Sache bin. Es war jedoch eine super Idee! Noch nie habe ich mit einem Script so intensiv gearbeitet es und es zu „meinem“ gemacht wie an diesem Wochenende.

Der erste Tag startete nach einer Vorstellungsrunde mit dem Öffen und Moblisieren der Diaphragmen im Körper (grob gesagt Trenn- oder Scheidewänden) aus osteopathischer Sicht, damit unsere Energien besser im Fluß waren. Die bekanntesten dürften im allgemeinen das Zwerchfell und der Beckenboden sein. Wir haben uns dazu noch mit dem kraniozervikalem (Schädel-Hals) und dem zervikothorakalem (Übergang Halswirbel-Brustwirbel) beschäftigt.

Gunnar hat uns die Techniken gezeigt und wir haben sie bei uns gegenseitig üben können. Auch wenn unsere Handgriffe wenig geübt waren, war das Gefühl danach sehr sehr angenehm erfrischend und „leicht“.

Danach ging es über in den theoretischen Teil. Was ist die Osteopathie, wie hat sie sich entwickelt. Die Osteopathie und das Verständnis für Gesundheit, sowie die Diagnostik. Dazu die Embroynalentwicklung – noch nie habe ich diese so wahrgenommen und verstanden! Und sie zu verstehen ist so wichtig. Es macht so unglaublich deutlich, warum nichts als getrennt voneinander gesehen werden kann.

Allein diese Bereiche fand ich schon sehr spannend. Gunnar’s lebendige, greifbare und verständliche Art und Weise, komplizierte Dinge einfach zu erklären, zog sich wie ein roter Faden durch die beiden Tage. Osteopathie ist mehr als „Die Lehre der Leidenden Knochen“ 😀 .

Und es war hier bereits deutlich zu erkennen, wie „organisch“ der Workshop werden würde. Obwohl wir uns noch im „osteopathischen“ Teil aufhielten, kam der „yogische“ Aspekt ganz automatisch und natürlich mit dazu. Einmal von Thomas, aber vor allem auch von uns Teilnehmern, die direkt eine Verbindung zu bestimmten Yoga-Übungen sahen-vermuteten oder generell zu dem, wie sich ein Körper bewegt bzw. funktioniert. Alle waren sehr offen und jeder hat sich getraut zu fragen oder Ideen in den Raum zu geben.

Danach hatten wir Zeit, über unsere embryonale Entwicklung zu meditieren und nach der anschließenden Pause ging es direkt weiter mit den Organen. Gunnar startete jeweils mit dem anatomischen Part und erklärte auch, wie eine Differenzialdiagnose aussehen könnte und wie ein Osteopath an diesem Organ arbeitet – und daraufhin synergetisierten alle. Bäm!

Anschließend ging Thomas mit uns ein Set mit Übungen aus dem Yoga genau für dieses Organg durch. Für mich ganz spannend zu erkennen, wie deutlich, ähnlich und ergänzend die Verbindung des osteopathischen Ansatzes und des yogischen sind.

Der zweite Tag startete mit dem öffnen und mobilisieren der Diaphragmen aus yogischer Sicht, geleitet von Thomas. Nein, stimmt nicht ganz, denn ganz zu anfangs saßen wir alle zusammen und erzählten, wie wir den ersten Tag erlebt hatten, was für Möglichkeiten diese Thematik bietet und wir wurden Fragen los, die sich entwickelt hatten, nachdem wir alles über Nacht hatten sacken lassen.

Nach dem Öffnen der Diaphragmen ging es an die anderen Organe mit demselben „Muster“ wie am ersten Tag.

Worüber ich mir noch nie so Gedanken gemacht hatte!

  • Wieviele Organe im „Bauchraum“ sitzen, wie sie aufgehangen sind, miteinander verbunden sind oder mit der Leibeswand verbunden sind.
  • Wie sehr die Arbeit des Herzens durch die Bewegung der Organe unterstützt wird.
  • Wie sehr die Bewegung des Zwerchfells, an dem bsw. die Leber und er Magen direkt von unten befestigt sind, auf die Organe wirkt.
  • Wie sehr die Bewegungen des Körpers generell Auswirkungen auf das Innere haben – und umgekehrt.
  • Dass der Magen mit dem Querdarm über Gewebe direkt verbunden ist.
  • Die Leber an der unteren Hohlvene aufgehangen ist.
  • Der Ort eines Schmerzes im Rückenbereich auf Probleme eines bestimmten Organs hinweisen kann, da sich die Organe embryonal so entwickelt haben, wie sie sich entwickelt haben.
  • Dass durch ein Absacken eines Organs viele Probleme auftreten können (von der Störung der Funktion dieses Organs über Funktionsstörungen anderer Organe, da es auf diese drückt oder auch auf die Blutgefäße).
  • Dass es zu Spannung an Schnittstellen zwischen den Organen oder deren Aufhängungen kommen kann, die bsw. die Bewegungen beeinträchtigen.
  • Wie bestimmte Erkrankungen-Beschwerden zusammenhängen können
  • Was es für ein unglaubliches Wunder ist, dass das alles funktioniert!
  • Ohne Bewegung alles Nichts ist!
  • Der Körper, der äußerlich symmetrisch erscheint, drinnen asymmetrisch ist.
  • Dass ein Körper in seiner äußerlichen Symmetrie ebenfalls asymmetrisch sein kann und dieses Rückschlüsse auf Probleme im Innern geben kann
  • Dass ich weiß, dass ich noch viel Lernen möchte!
  • …und extrem vieles mehr…!

Wir sind so unglaublich viel durchgegangen, teils schon sehr ins Detail gehend und nicht so „oberflächlich“, wie oben beschrieben. Aber wie gesagt, dass würde den Artikel hier echt sprengen.

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Fazit

Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Ganz witzig fand ich, dass Thomas und Gunnar tatsächlich etwas Sorge hatten, ob der Stoff für die beiden Tage überhaupt ausreicht 😀 .

Letztendlich war es so, dass durch diese unglaubliche Synergie aller Anwesenden die Zeit knapp wurde. Die Sets, die wir eigentlich alle nach Anleitung durchgehen wollten, haben wir in dem Umfang gar nicht geschafft, sondern waren, bis auf das erste, die Übungen nur kurz durchgegangen, damit wir sie verstehen konnten.

Wir haben so gesehen wenig „Yoga“ gemacht, aber für mich waren die Tage trotzdem mit ganz viel Yoga erfüllt! Eigentlich ganz arg gelebtes Yoga. Diese Energie, die entstanden war echt toll!

Und auch wenn ich mich nicht über das Durcharbeiten der Sets mit meinem jeweiligen Organ auseinander gesetzt habe, war ich bei der Vorstellung jedes Organs ganz dolle bei meinen Organen – habe versucht sie mit den Händen zu spüren, geschaut, was Bewegungen verändern können, die Atmung nicht zu vergessen. So gesehen war der Workshop tatsächlich körperlich doch sehr intensiv.

Was mir nun irgendwie fehlt ist die Umsetzung in die Praxis. Aber das wird kommen, früher oder später. Anfangen kann ich bei mir. Mein Körper kann das auch gut vertragen 🙂 .

Zukunft

Es wäre großartig, wenn die verschiedenen „Disziplinen“ wie Ärzte, Osteopathen, Yogalehrer und Co zusammenarbeiten würden. Mir hat dieser Workshop wieder einmal gezeigt, dass es nicht sinnvoll ist, den Körper in Einzelteile zu zerlegen, da alles miteinander in Verbindung steht. Auch wenn wir Übungen mit Fokus auf ein Organ durchgegangen sind, wurden andere mitbearbeitet.

Was vielen Menschen fehlt ist Bewegung bzw. haben auch zu viel Bewegung auf der einen Seite und zu wenig auf der anderen. Da der Körper so sehr auf Bewegungen angewiesen ist, damit er gut auch im Innern funktionieren kann, ist es nicht verwunderlich, warum so viele Menschen hier Probleme bekommen. Wie ich Eingangs schrieb – die Medikamentenliste ist teils lang.

Würde der Mensch sich in dem Rahmen, in welchem er sich als Mensch bewegen kann auch vernünftig bewegen und würde zudem schauen, was er so an Nahrung in sich reinstopft, wären die Auswirkung in Richtung Erkrankungen teils vermutlich gar nicht so groß. Aber wer bewegt sich heute schon „vernünftig“ und regelmäßig? Im Alltag ist das alles gar nicht mehr so einfach. Dabei hat jeder eigene Körper so viel Potential!

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Wer macht sich ernsthaft Gedanken über seine Atmung, sein Zwerchfell, die Ausdehnung des Brustraumes, die Ausdehnung und das Schieben der Organe weiter runter in den Bauchraum und dass das alles wichtig ist, um zu funktionieren.

Für mich war dieser Workshop vor allem auch eines, eine Bestätigung – die Idee, die Ausbildung im nächsten Jahr zu starten, war richtig. Yoga ist „groß“!

An Thomas, Gunnar und den Teilnehmerinnen ein Danke von Herzen für diese tollen Stunden, die durch die Aktivität jedes einzelnen so bereichernd und wertvoll geworden sind

Was ist „Yoga“ für mich?

Vor einigen Wochen kam das Thema „Vermarktung des Yoga“ an anderer Stelle auf Facebook auf. Zusammen mit der Frage, ob überall Yoga drin ist, wo Yoga drauf steht, wenn man sich die Entwicklung einiger Yoga-Stile anschaut und die diversen Dinge, die man sich mittlerweile kaufen kann, um ein „echter Yogi“ zu sein. Daraufhin kamen mir  Gedanken, die ich in einer Gruppe teilte. Danach dachte ich, ach, das wäre auch ein schöner Blog-Artikel geworden. Knappe 2 Monate später halte ich diese Gedanken hier tatsächlich als Artikel fest 😃 .

Dieses Foto oben ist für viele meiner! „yogischen“ Momente im Leben. Sehr viele dieser Momente habe ich draußen, in der Natur, zusammen mit meinem Hund. Hätte sich das Hundekind nicht nach einem Mäuseloch zurückorientiert, hätte ich mich nicht umgedreht. Das Bild (Foto), was sich „hinter meinem Rücken“ bot, traf mich fast wie ein Schlag. Momente der natürlichen Schönheit, der Verbundenheit, der Präsenz, des Innehaltens, der Achtsamkeit, Demut, Ruhe und Liebe.

Diese Momente kommen… ganz plötzlich – ein tiefes Gefühl der Verbundenheit. Mit was? Vor allem mit mir und dem um mich herum. Ein tiefes, aber ruhiges, friedvolles Glücksgefühl. Das Gefühl, eigentlich nicht mehr zu brauchen, als genau das, was ich im Leben habe. Atmen. Spüren. Sein.

Gestern im Wald. Mein Hund und ich beobachten das Damwild, wie es durch den Wald streift. Für mich Entspannung, für meinen Hund harte Arbeit, denn beim Anblick von Wild hat sie anderes im Kopf als zu schauen und zu beobachten. Sie ist ein Jäger, hat andere Bedürfnisse. Ein Waldspaziergang ist für sie manchmal eine arge Herausforderung.

Dann schaut sie mich an, mit großen Augen. Der Blick ging durch und durch, sehr tief. Diese Verbundenheit. Liebe und Dankbarkeit, die zwischen uns in den 3 Jahren entstanden ist, auch sie trifft mich so häufig. Das ist für mich auch ein yogischer Moment.

In der Praxis, während ich am Patienten arbeite, meine Instrumentenspitze an der Wurzeloberfläche zur Verlängerung meines Körper wird und ich „Eins“ werde, mit dem, was ich unter dem Zahnfleisch nicht sehe, die Ruhe, die da entsteht, die Konzentration. Das sind für mich yogische Momente.

Ich könnte da jetzt noch einige Aufzählen. Momente, in denen ich Raum und Zeit vergesse.

Auf der Matte habe ich diese Momente selten. Hier fehlen mir diese yogischen Momente häufig. Auf dem Workshop mit Young Ho Kim Inside Yoga gab es welche und auch bei unserer Yoga-Stunde am Freitag mit Yoga-Now, von der ich schrieb. Ganz manchmal stellen sich ähnliche Gefühl ein, wie obig geschrieben.

Heute früh habe ich mich gefragt, wo der Unterschied ist. Wenn ich draußen unterwegs bin, oder am Patienten oder Taijiquan übe, dann erwarte ich nichts. Diese Momente kommen. Wobei die am Patienten auslösbar sind. Vermutlich durch das jahrelange „Training“, ebenso wie beim Taijiquan. Aber ich warte nicht, dass irgendwas passiert, es ist dann da.

Rolle ich die Matte aus mit dem Gedanken „ich mache jetzt mal Yoga“, dann erwarte ich vielleicht schon daher zu viel, weil ich jetzt ja „Yoga“ mache. Und genau da passiert dann bei mir relativ wenig. Mal sehen, wie ich diesen Knoten für mich lösen kann.

Yoga als Weg, als „Instrument/Werkzeug?“, mein Leben und generell das Leben zu verstehen mich zu verbinden, verbinden zu lernen. Da passiert ein Teil auf der Matte vieles aber auch so im Alltag im Umgang mit meinen Mitlebewesen und der Natur.

Es ist eine Entwicklung, die sich durch viele Bereiche zieht. So wie ich mir vor Jahren nie hätte vorstellen können, auf tierische Produkte zu verzichten und plötzlich war es da, ohne dass es mir bewusst wurde, was da passiert. Zwanglos. Wobei sich das entwickelte, bevor ich meine Yogapraxis wieder aufnahm.

Zwanglos. Vielleicht spüre ich die Verbundenheit auf der Matte noch zu selten, da ich ja „Yoga“ mache, mir dafür Zeit freischaufel und doch ein Gefühl erzwingen möchte, wenn auch ganz subtil vielleicht. Aber Zwang und Verbundenheit schließen sich für mich aus.

Yoga bedeutet für mich aber auch Konzentration, Fokussieren und das Hinausbewegen aus meiner Komfortzone. Die Komfortzone kann ich auf der Matte verlassen. Das ist für mich wichtig, da ich so über meinen Körper lerne, flexibler und entspannter im Alltag zu reagieren und er wird generell stärker, kräftiger. Dieses hilft mir im Alltag ebenfalls. Aber oftmals schiebt mich mein Leben einfach raus. Zack. „Schwierige Patienten, Menschen, Schüler, Kunden, Hunde, Situationen“. Der Moment wo ich denke, oh je, muss das denn jetzt sein, bis eben war alles schön  😃 .

Aber es sind gute und wichtige „Übungsmöglichkeiten“ für mich, an denen ich wachsen kann. Wie gehe ich damit um? Was mache ich draus? Wo fehlt es mir an was, dass ich diese Momente oder Menschen oder Hunde so oder so erlebe und bewerte?

Was ist für euch „Yoga“?

Yoga im Alltag – eine neue Kategorie im Blog!

Mit der Entscheidung zur Yogalehrerausbildung habe ich häufiger als zuvor die Frage im Kopf, was Yoga für mich ist, was es werden könnte. Diese Frage ist derzeit schwer für mich zu beantworten. Ich bin kein religiöser Mensch und auch kein wirklich spiritueller 😇 .

Erst dachte ich, dass es wirklich schade ist, dass ich noch so viele Monate auf den Start der Ausbildung warten muss. Aber mittlerweile bin ich echt froh drum. Ich fühle mich derzeit überhaupt noch nicht soweit, Menschen ernsthaft auf ihrem Yogaweg begleiten zu können. Ich weiß auch nicht ob ich es je können werde. Yoga ist für mich „groß“.

Ist es möglich, etwas, was sich vor zig tausend Jahren entwickelte, auf einem Kontinent, in einem Land, welches nicht das eigene ist, mit einem anderen religiösem und kulturellem Hintergrund, so weiterzugeben, dass es der Sache gerecht wird? Wie kann ich etwas so Großes in ein paar Monaten lernen?

Natürlich endet das Ganze nicht mit der Prüfung. Vermutlich fängt es danach erst richtig an. Aber immerhin ist es eine Prüfung zur Position eines „Lehrers“. Für seine Schüler trägt man Verantwortung. Und eben nicht nur eines Lehrers, der seinen Schülern Fitnessübungen für eine gute Figur an die Hand gibt oder sie sich durch seine Übungen in dem Moment einfach glücklich fühlen (Das hat für mich jetzt nichts mit besser oder schlechter zu tun. Rein sportliche Dinge sind einfach für mich greifbarer). Gleichzeitig denke ich aber, dass Yoga so „frei und ungebunden“ ist, dass er begangen und weitergegeben werden kann, egal von welchem Punkt aus man startet.



Was ist Yoga für mich?

Um ein paar Stationen in meiner Entwicklung für mich festzuhalten, werde ich in der neuen Kategorie „Yoga im Alltag“ schreiben, wie ich meine Yogapraxis in den Alltag integriere.

Ich selber sage häufig, ich gehe dann und dann „zum Yoga“ oder ich mache Zuhause täglich so und so lange meine Yogaübungen. Wenn ich das jedoch so sage, mag es sich so anhören, als gäbe es Zeiten am Tage, in denen ich Yoga praktiziere und Zeiten, in denen ich es nicht tue. So ist es jedoch nicht. Eigentlich ist die Zeit direkt auf der Matte nur ein kleiner Teil.

Yoga ist keine Religion. Yoga zwingt mich auch nicht irgendetwas zu machen, sagt nicht, wenn du dieses oder jenes nicht tust oder du diese oder jene Regeln verletzt, würde ich bestraft werden oder wäre schuldig oder sonst irgendwas.

Yoga verstehe ich als Leben, als einen Prozess und auch Zustand. Begebe ich mich auf den achtgliedrigen Pfad des Yoga, beschrieben von Patañjali in seinen Yogasutras, kann ich dieses oder jenes Ziel leichter erreichen. Vielleicht führt er mich dann auch zurück zum Ursprung.

Patañjali’s Yogaleitfaden ist eher als eine Empfehlung zu verstehen und hat keinen verpflichtenden Charakter. Yoga ist eher ein Weg der Erfahrung, nicht ein Weg der Vorschriften.

Die achte Glieder:

  1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt (Moral/ Ethik)
  2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst (Selbstdisziplin)
  3. Ãsanas – der Umgang mit dem Körper (Hatha-Yoga)
  4. Prãnãyãma – der Umgang mit dem Atem (Atemkontrolle)
  5. Pratayãhãra – der Umgang mit den Sinnen (Zurückziehen der Sinne)
  6. Dhãranã – Konzentration
  7. Dhyãna – Meditation
  8. Samãdhi – Erleuchtung/ die innere Freiheit/ Einheit

Diese acht Glieder werden nicht nacheinander abgearbeitet. Vielmehr bedingen sie einander, bauen aufeinander auf und ergänzen sich, sind eine Einheit. Vom Grobstofflichen ins Feine.

Ich kenne einige Menschen, die, ohne es zu wissen, Glieder des Pfades praktizieren. Das liegt vor allem daran denke ich, dass die Sutras so elementar und universell sind. Sie sind lebendig. Ich selber habe mich bisher mit der Yoga-Philosophie im Verhältnis zur körperlichen Praxis weniger beschäftigt. Stolpere aber nun, wo ich mich mehr damit beschäftige über einige Punkte, mit denen ich mich bereits sehr wohl beschäftige und auch auf Seminaren weitergegeben habe – der Daoismus und auch die Naturwissenschaft lassen grüßen.

Anders herum denke ich, dass, möchte jemand Yoga lehren, nicht darum kommt, sich intensiver damit auseinander zu setzen, es zu leben. Ansonsten lehrt er unvollständigen Yoga oder es sind dann doch nur Fitness-, Atem- und Entspannungsübungen.



Yogapraxis

Ich kann viele kluge Bücher lesen oder auch Videos schauen. Aber möchte ich den Yogaweg begreifen, ihn gehen, ihn Leben, sollte ich selber meinen Hintern hochbekommen und selber tätig werden. Das ist manchmal anstrengender als klug zu schnacken oder zu schreiben 😅 . Manchmal tut es auch weh – gerade wenn man sein eigenes Handeln reflektiert.

Damit ich mir dabei mit meinen Ansprüchen nicht selber im Weg stehe, muss ich mir, als mir im speziellen gegenüber ungeduldigen Menschen, häufiger in Erinnerung rufen, dass es ein Prozess ist. Egal ob irgendwann irgendwo eine Prüfung ist, zu der ich dieses, jenes oder solches können sollte.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, was es alles zu entdecken gibt und vertraue darauf, dass es so kommen wird, wie es kommen soll.

Vertrauen. Vertrauen in Menschen, die mir begegnen, vertrauen in Situationen und Momenten, die geschehen, vertrauen in mich selbst.

Ahimsa und Hunde

Das Thema für den nächsten Artikel habe ich bereits im Kopf. Es ist naheliegend – für mich. Ahimsa und Hunde(-training). Ahimsa findet ihr unter den „Yamas“. Es bedeutet so viel wie nicht-verletzen/ Gewaltlosigkeit.

To be continued…!

Die richtige Yogalehrerausbildung für mich

Yogalehrerausbildungen gibt es wie Hundetrainerausbildungen – der Markt ist voll und für jeden bietet er etwas. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wo es sich für einen richtig anfühlt. Ich werde hier die Eckdaten meiner kommenden Ausbildung bei „Yoga-now e. V.“ aufschreiben und auch meine Beweggründe, warum ich genau diese Ausbildung starten möchte.

Vor kurzem ist bei „Yogaeasy“ ein Arikel veröffentlicht worden mit einer Liste der „Besten Yogalehrerausbildungen“. Ich kann mir da kein Urteil drüber erlauben, da ich viele der Schulen bzw. Lehrer einfach nicht persönlich kenne. Teils nur über deren Videos auf der Yogaeasy-Seite. Drum verlinke ich diesen Artikel am Ende und ihr könnt drin stöbern 😀 .

Eine weitere interessante Frage war (und ist immer noch) für mich – und es war die Frage, weswegen es für mich auch gar nicht so sicher war, dieses Projekt starten zu wollen – ist es möglich, in relativ kurzer Zeit Menschen eine Basis so zu vermitteln, dass sie als Yogalehrer an andere Menschen gelassen werden können?! Da diese Frage für mich sehr elementar gewesen ist, wird es dazu jedoch einen weiteren Artikel geben.

Eckdaten der Ausbildung:

Yoga Stil: Traditionsübergreifend

Yoga Lehrer: Dozenten-Teamyoganow

Inhalt Stufe1: 

  • Was ist Yoga? (Yoga und Religion, Yoga im Heute)
  • Der Ashtanga (Der achtgliedrige Pfad)
  • Yoga-Philosophie (Sutra, Bhagavadgita, Hathayogapradipika, Grundlagen Veden, Upanishaden, Samkhya)
  • Anatomie und Physiologie I & II (Allgemeine Anatomie, Anatomie der 12 Basisasanas, Anamnese im Yoga)
  • Hatha-Yoga (Kriyas, Pranayama, Rishikesh-Reihe, Besonderheiten zu Sivananda-, Iyengar-, Power-, Jivamukti-, Vini-, Therapeutischer und Restorativer Yoga, Yoga-Nidra, Bandhas, Mudras, Adjustments im Yoga, Ashtanga-Vinyasa-Yoga, 1. Serie)
  • Übergeordnete Systeme (Chakra, Kosha, Guna, Tattva, Nadis, Mantra, Naad)
  • Meditation
  • Kundalini-Yoga [nach Yogi Bhajan] (Sichtweise und Grundlagen des Kundalini Yoga, Kriyas)
  • Grundlagen der Ayurveda
  • Der Yogalehrer (Stimmbildung und Atemschulung, Auftritt, Präsenz, Didaktik, Berufsorientierte Ausrichtung und Existenzgründung)

Dauer: 1 1/2 Jahre (17 Termine incl. Prüfung, jeweils Samstags und Sonntags + 10×90 Minuten ausbildungsferne Hospitationen)

Stundenzahl: ~500

Durchschnittliche Gruppengröße: max. 12 Teilnehmer

Weiterführende Ausbildung: Stufe 2 mit ~330 Stunden an 11 Wochenenden

Ort: Hamburg

Kontakt: Thomas Kluge info(ät)yoga-now.eu

Für mich ist es eine gut überschaubare Zeit, auch wenn mir schon etwas schwummerig wurde, als ich die Daten in meinem Kalender eingetragen habe 😀 .

Wer mehr über die Ausbildungsinhalte lesen möchte, sollte in den Blogs stöbern. Viele Fotos und viele schöne Berichte!

Meine Ansprüche

Yoga ist sehr viel mehr als ein Fitnessübungs-Program, mehr als etwas, um den Körper in Form zu bekommen und geschmeidig zu werden. Mehr als Faszientraining, Muskelaufbau und Entspannung und Wellness. Auch wenn jetzt in der kommenden Sommerzeit der Punkt „Waschbrettbauch“ durch Yoga wieder das Internet zu fluten scheint 😀 .

Ich hatte einfach Glück, dass ich jemanden getroffen hatte, der den Spagat schafft von dem, was ihm wichtig ist, seinen Kurs-Teilnehmern und Schülern zu vermitteln und dem, was sie vielleicht von einem Yoga-Kurs erwarten. Jemand mit einem fundierten Background. Ein Background, der für mich immer tiefer wahrnehmbar wird.

Vor längerer Zeit dachte ich, wie schön, dass dieser Mensch zusammen mit seinem Dozententeam seinen Ausbildungs-Schülern dieses Wissen mitgeben kann. Das können richtig gute Yogalehrer werden! Natürlich ist jeder für sich selbst verantwortlich, was er daraus letztendlich macht. Aber das Wissen wird zur Verfügung gestellt.

Traditionsübergreifend

Als ich vor 12 Jahren das erste Mal über eine Ausbildung nachdachte, war der Markt noch gar nicht soooo groß wie heute. Ich hatte vier Ausbildungseinrichtungen im Blick – ein Institut im Hamburger Osten, zwei Schulen in der Nähe „meiner“ Praxis und eine „4-Wochen-Ausbildung“.

Bei allen bestand das Problem für mich darin, dass sie einen bestimmten Stil vermittelten. Ich mochte mich jedoch nicht für einen festlegen – ich wollte einfach „Yoga“ lernen, studieren.

Es bestand auch die Möglichkeit beim BDY eine freie Ausbildung zu starten, bei der man selber schauen muss, zu welchen Praxisteilen man wo hinfährt. Auf der einen Seite sehr flexibel, auf der anderen war das mit dem Alltag schwer zu verbinden.

Ich selber fühle mich dem Asthanga Vinyasa sehr verbunden – einem traditionellem Stil. Dieser liegt jedoch nicht jedem Menschen. Die Menschen, die ich ansprechen möchte, sollte ich irgendwann mal so weit sein, Unterricht zu geben, würden vermutlich nicht zu mir kommen, wenn ich sagen würde, wir starten jetzt mit Ashtanga.

Daher brauche ich für meine Ausbildung auch einen weiterführenden Background. Nebst dem, dass ich meine Ashtanga-Praxis im Einzelunterricht weiter vertiefe. Für mich fühlt sich das gut an. Ein „richtiger“ Ashtangi würde vielleicht sagen, hey, Ashtanga ist für alle da. Ich arbeite jedoch seit so vielen Jahren mit Menschen zusammen, habe dabei so viele Erkrankungen kennenlernen dürfen. Auch wenn Ashtanga für alle da wäre, denke ich, dass so mancher Mensch mit etwas anderem einfach besser dran wäre 🙂 .

Mein Ziel

Mein großes Ziel – ob ich dahin kommen werde, werde ich dann sehen – einen Menschen sehen/ wahrnehmen, einem Menschen zuhören und dann das in der Situation passende für ihn auswählen.

Ob ich mit meiner ausgewählten Ausbildung dorthinkomme, ob ich überhaupt die Fähigkeiten dazu mitbringe, wird sich zeigen. Aber wenigstens grobe Ziele sollten gesteckt werden 😀 . Es wird ein langer Weg werden. Wie dann alles kommt, welche Wege sich vor mir auftun werden, wird sich dann eh zeigen. Ich freue mich auf jeden Fall sehr sehr sehr.

Der Artikel

Dieses ist der oben erwähte Artikel https://www.yogaeasy.de/artikel/Die-besten-Yogalehrer-Ausbildungen.

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(Das Logo dieses Artikels ist entnommen bei Yoga-now e.V.)

 

 

 

Die Yogalehrerausbildung und ich – ein neuer Blog im Blog entsteht!

Wenn ich nun schreibe, es stehen wieder Veränderungen in meinem Leben an, dann ist es irgendwie nicht richtig, denn es verändert sich ja ständig vieles. Leben bedeutet Veränderung.

Parinama

Es gab eine Zeit, da hatte ich das Bedürfnis, mein Leben bis in kleinste Detail zu planen. Glücklicherweise ist diese Zeit schon lange vorbei. Ich eigne mich nicht als Micromanagerin. Für mich ist es gut, im Groben zu wissen, wohin die Reise weiter gehen könnte. Je feiner ich in der Planung werde, desto eher wird mir bewusst, dass ich die Dinge noch weniger kontrollieren kann. Die vermeintliche Sicherheit, die das Planen und Strukturieren mir vorgaukelt, endete dann eher in einer Art Kontrollverlust 😀 .

Ich lebe mein Leben. Es geschehen Dinge – gute, supergute, schlechte, superschlechte – ich treffe Menschen – nette, supernette, weniger nette – und aus diesen Dingen und Begegnungen wird dann irgendwie was draus gemacht. Die Wertung der Dinge und Menschen ist natürlich eine Sache für sich und wäre fast einen eigenen Artikel wert. Alles ist relativ. Ob gut oder schlecht, wer kann es sagen…?

Es gibt jedoch Dinge, die ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben und entwickeln sich immer weiter. Daher wird der eine oder andere der mich kennt nun sagen – na, das lag doch auf der Hand 🙂 . Einigen, denen ich es bereits erzählt habe sagten, es würde gut zu mir passen bzw. das ist genau „dein Ding“.

Wenn ich das hörte dachte ich nur – gut, dass ihr das wenigstens wisst, denn bis zuletzt war ich mir gar nicht so sicher.

Bevor es jetzt hier aber weiter geht und ihr entscheiden könnt, ob ihr weiter lesen möchtet oder nicht, folgt das eigntliche Thema – im September 2017 werde ich bei „Yoga-now e.V.“ eine Yogalehrerausbildung starten. Eine Ausbildung zur YogalehrerIN natürlich *g* .

An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön von Herzen an meine Family, denn ohne ihre Unterstützung wüsste ich gar nicht, was ich während der Ausbildungszeit mit Zuki hätte machen sollen. Neben dem finanziellen Aspekt war für mich eine gute Unterbringung meiner Hündin der wichtigste Punkt. Wenn ich sie nicht gut versorgt weiß, geht bei mir gar nichts.

Ein weiters dickes Dankeschön an meinen Chef, der mich für die Ausbildungswochenenden freistellen wird, so dass ich mir keine Gedanken machen muss, dass Praxistermine in meine Wochenenden grätschen.

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Wozu eine Yogalehrerausbildung?

Tjööö…. Warum mache ich das. Ist ja nicht so, dass ich nicht schon einige Ausbildungen in meinem Köfferchen habe. Warum erneut Zeit und Geld investieren und sich wieder Prüfungen stellen. Wozu der ganze Stress für einen Beruf, bei dem man auch schauen muss, wie man sein zum Leben nötiges Geld zusammen bekommt?

Schreibe ich jetzt, dass es eine Herzensgeschichte ist, reicht es euch vermutlich nicht. Wobei es so ist. Wenn ich minutiös alle Punkte aufgelistet hätte und mir wie immer einen Kopf über alles gemacht hätte, hätte ich sagen müssen – Nic, du hast nen Knall. Komm mal wieder runter. Deine Prüfung vor der Tierärztekammer ist noch gar nicht so lange her. Eigentlich fast zwei Jahre genau *lach* . Fakt ist, dass ich diesen Beruf nicht brauche, um „überleben“ zu können. Zudem liebe ich meinen Beruf als Dentalhygienikerin und muss mich beruflich nicht verändern, um glücklich zu werden.

Mein Herz hat jedoch gesagt – mach das! Verfolge das weiter! Es fühlt sich gut und richtig an!

Die Yoga-Ausbildung mache ich vor allem für mich. Vor zig Jahren hatte es begonnen, dann kam eine Zeit, wo der Yoga und ich getrennte Wege gegangen waren und dann kam er mit einer Macht zurück, die mich fast „umgehauen“ hat. Getrennte Wege ist etwas theatralisch und drastisch geschrieben 😀 . Das von vor einigen Jahren ist ja trotzdem noch in mir und hat sich mit in meinem anderen Drumherum ebenfalls entwickelt bzw. hatte mit Sicherheit Einfluß auf einiges.

In den letzten Monaten habe ich viel über mich und mit mir selbst lernen dürfen und habe dabei auch bemerkt, w i e sehr ich die direkte Arbeit mit Menschen mag – nicht nur im Bereich der Zähne. Wenn ich daran denkte, dass ich nach dem Abi eigentlich vor hatte ein Studium für einen Beruf zu wählen, in dem ich wenig Kontakt zu Menschen gehabt hätte, da mir Menschen „unheimlich“ und zu anstrengend waren, ist das schon ziemlich witzig irgendwie 😀 .

Das Bedürfnis tiefer in den Yoga einzutauchen wuchs. Nie hätte ich das erwartet, als ich vor gut einem Jahr aufgrund unsere neuen Behandlungsstühle in der Praxis, via meinen extremen Rücken- und Hüftproblemen wieder zum Yoga kam. Und dann nach weiteren Monaten – ohne eigentlich gezielt nach jemandem zu suchen – einen wirklich ganz tollen Lehrer gefunden habe. Das kann ich immer noch so sagen. Aus einem „ich-muss-meinen-Körper-wieder-in-Ordnung-bringen“ wurde schnell mehr. Hätte ich diesen Menschen nicht getroffen, der durch seine Art und sein Wissen bestimmte Dinge in mir getriggert hat, wäre vielleicht alles anders gekommen. Oder auch nicht; es wäre einfach noch nicht an der Zeit gewesen.

Stolpersteine in Leben – im Moment des Stolperns könnte man sie manchmal verfluchen. Okay, oft..! Ich auf jeden Fall. Diese Dinger, die einen zwingen kurz inne zu halten, die Wehtun können, die einen vielleicht auch in eine andere Richtung schubsen oder man auch wieder aufstehen muss, wenn es eher Fallsteine als Stolpersteine waren. Bisher möchte ich aber sagen, dass fast alle dieser kleinen Steinchen wichtig waren in meinem Leben.

Die Suche nach einer guten Yogalehrerausbildung

Diese Suche war wieder keine wirkliche Suche, denn letztendlich lag die Entwicklung der letzten Monate recht klar auf der Hand. Eigentlich.  Ich komme aus einem mediznischen Bereich, habe schon ein paar Jahre an Erfahrungen in den unterschiedlichsten Gebieten „auf dem Buckel“ und habe daher vielleicht auch bestimmte Ansprüche. Ja, ich könnte mich in einem 4 Wochen-Intenivkurs zum Yogalehrer ausbilden lassen. Dazu könnte ich meinen Urlaub nutzen. Dann hätte ich den Schein bald in der Tasche. Medizinisches Hintergrundwissen habe ich, wie Training/ Verhaltenstraining funktioniert, weiß ich auch. Gruppen bekomme ich ebenfalls angeleitet. So ein Yogaschein ist fix gemacht und ich könnte durchstarten. Außerdem müsste ich dann nicht über ein Jahr warten, bis ich loslegen könnte.

Was mir für meine Ausbildung wichtig ist und warum ich mich für  Yoga-now e.V. entschieden habe, werde ich in einem separaten Artikel schreiben.

Ein Blog im Blog

Als ich vor ein paar Monaten Carmen’s Blog gefunden hatte, in dem sie über ihre Ausbildung schreibt, hätte ich nicht gedacht, dass ich es ebenfalls einmal tun werde. Dann startete ein weiterer Blog – Into Yoga – und da war die Sache für mich schon fast klar 😀 .

Ich hatte überlegt, einen neuen zu starten. Die Ausbildung startet zwar erst in 1 1/4 Jahren, aber bis dahin wird sich meine eigene Yogapraxis ebenfalls weiter entwickeln. Das ist für mich keine getrennte Sache – das gehört zusammen. Wie letztendlich alles, was ich hier über die Jahre geschrieben habe, oder auch auf „Tali’s Welt“. Das alles ist ein Teil von mir und daher auch ein Teil meines Yogaweges. Ich werde hier auf einer neuen Seite einfach all die Artikel sammeln, die irgendwie mit der Yogalehrerausbildung zu tun haben. So fühlt sich das für mich gut an 🙂 !

Wer mag, ist herzlich dazu eingeladen, meinem „Tagebuch“ zu folgen 😀 .