Ein „Young Ho Kim Worksho Review“ – Practice „smart“ and all is coming

Nun ist es schon vorbei, das Wochenende mit Young Ho Kim von „Inside Yoga“ zu Gast bei „Flying Yogi“ in Hamburg. Vieles jedoch wird jetzt erst beginnen bzw. hat schon begonnen.

Die Stunden zusammen mit Young Ho und seiner sehr sympathischen Assistentin Marie waren inspirierend, erfrischend, lustig, Grenzen verschiebend, forschend, erkundend, lebendig, emotional, „ketzerisch“, schweißtreibend, rhythmisch, nachdenklich stimmend, stimmungsaufhellend und voller Liebe. Ich könnte noch mehr Stichworte aufschreiben, aber das muss jetzt erst mal reichen.

Young Ho hat versucht in der Zeit, die er zur Verfügung hatte, uns sein Verständnis von Yoga als Wissenschaft zu vermitteln. Er hat Updates vorgestellt und sie zum „Download freigegeben“, welche jeder, der mag, bei sich installieren darf. Mir ist sehr bewusst, dass die Stunden nur ein sehr kleiner Einblick in sein „Inside Yoga“ waren, aber die Tiefe dessen, was dort in Frankfurt gelehrt wird, war deutlich zu erkennen und zu spüren. Wer mag, kann auf seiner Seite schauen, was speziell auch in den Teacher-Trainings angeboten wird.

Er ist ein sympathischer, herzlicher, bodenständiger, selbstkritischer, unkomplizierter, pragmatischer und undogmatischer  Mensch, der mit viel Hingabe seinen Weg geht und über sich selbst lachen kann. Auf jeden Fall kam er an den beiden Tagen so rüber 😀 . Vielleicht liegt es daran, dass wir beide fast dasselbe Alter haben, mit derselben Musik aufgewachsen sind, den Kampfsport/ -kunst als Background haben – aber er ist der Typ Mensch, bei dem man sofort das Gefühl hat, über alles zu reden zu können, zu hinterfragen, zu philosophieren und gleichzeitig sein „Kind im Inneren“ ausleben zu können. Manchmal denke ich über mich selbst, dass ich doch so langsam mal ernster im Alter werden müsste. Und dann steht da jemand, der noch verquerere Gedanken hat und diese lebt. Ich bleib so, wie ich bin und bin bereits dabei, Updates zu installieren und eigene zu entwickeln *lach*.

Young Ho versteht sich als Trainer/ Coach, der einen voran bringen kann, wenn man möchte. Wem es nicht gefällt was er tut, geht dann halt einen anderen Weg. Er ist kein Animateur, sondern versteht sich eher Reiseführer, der seine Schüler auf den Weg führen möchte, Tipps und Ideen gibt, so dass sie ihren „Mahaguru“, den größten Lehrer, der in einem selbst steckt, finden können.

Ich hatte am Wochenende keinen Stift und Zettel dabei, mein Päddi war zu hause. Daher ist vieles aus der Erinnerung heraus geschrieben. Ich konnte nicht ahnen, dass er am Sonntag sagt, holt jetzt endlich eure Smartphones raus und nehmt euch auf! Strichmännchen waren gestern. Mit Videos und Fotos geht vieles einfacher und individueller in Hinblick auf die eigene Praxis. Yay! Mein Phonie hatte noch Kazapitäten für wenigstens ein paar Videos 😀 .

Dieser Artikel wird daher etwas länger, da er vor allem für mich als Erinnerung, als Tagebucheintrag an dessen dient, was wir gemacht haben. Es steht nicht alles darin – dafür habe ich noch eine extra Zusammenfassung nur für mich. Öffentlichkeit ist gut, aber einiges bleibt privat. Also nicht dass ihr denkt, das hier war alles.

Sollte Young Ho den Bericht lesen und denken, joooaaaa, das war schon ganz gut zusammen gefasst *hüstel-und-augen-zu-halt*  – ich kann vieles „noch“ nicht, aber ich bleibe dran! Daher ist alles ohne Gewähr 😀 .

Für diejenigen, die Probleme damit haben, längere Artikel zu lesen, können hier aufhören, denn das Wichtigste ist eigentlich bereits geschrieben 😉 . Ich werde den Samstag und Sonntag teils zusammen „abhandeln“, da sie einfach zusammen gehören.

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Erstes „Zusammentreffen“ 2005

Das erste Mal bin ich ihm 2005 „begegnet“. Auf einer Tai Chi DVD. Zu der Zeit habe ich noch Kendô gemacht, war aber auf der Suche nach etwas anderem, begleitendem. Die Bewegungen auf der DVD fand ich zwar ziemlich cool, aber ich dachte, hmm… Taijiquan ist das nicht. Sorry Young Ho 😀 . Die DVD hab ich schnell verkauft und traf dann 2008 auf Ismet Himmet – das passte 😀 .

Vor ein paar Jahren war ich bei Youtube auf ein Video gestoßen, wo Yoga zu einer Musik choreografiert wurde. Das fand ich mal gut! Mutig, das so zu kombinieren, dachte ich. Hab das aber nicht weiter verfolgt, da ich zu der Zeit mehr taoistisch unterwegs war. Ich hab Young Ho noch nicht mal bewusst wahrgenommen und gar nicht realisiert, dass das der Mensch von der DVD ist. Erst vor ein paar Monaten, als ich mich doch entschlossen hatte, bei Yogaeasy einzusteigen, dachte ich – huch?!? Den kennst du doch?

Das erste Video, welches ich durchgegangen bin, war „Yoga for better sex“. Ich fand den Titel so angenehm „provokant“. Die Kommentare waren auch teils so herrlich empört aufgrund der Titelwahl, dass ich dachte, das musst du dir dringend anschauen https://www.yogaeasy.de/videos/yoga-fuer-better-sex-oder-ein-hueftoeffner-quickie-vinyasa-flow-power-yoga .

Das ist Yoga? dachte ich so bei mir. Aber super ist das! Ein gutes Workkout allemal. Danach kamen weitere und bei einigen dachte ich – oh, etwas zu herausfordernd für dich derzeit. Aber eines war Ende des Jahres klar, ich wünschte mir einen Workshop für 2016 mit ihm. Dass das jetzt alles so fix ging, hätte ich nicht gedacht. So kommt es aber halt manchmal.

„Inside Yoga“ – Theorie

Der Workshop fand in den schönen Räumlichkeiten von Flying Yogi in Altona statt. Das Team, welches uns empfing war sehr nett. Die Atmosphäre war so, dass ich mich gleich sehr wohl gefühlt habe. So etwas nimmt mir schon immer einen Teil der Aufregung. Wenn ich mich heimelig fühle, ist alles gut.

Das Teilnehmerfeld war sehr weit gefächert. Manche waren jünger als ich, viele gleich alt oder auch viel älter. 1/3 bis ½ Yogalehrer(-innen). Einige waren Young Ho Wiederholungstäter (-opfer 😀 ), andere so wie ich Neulinge.

Young Ho und Marie hatten keine Matten dabei und haben es sich auf dem Boden vor der ersten Reihe so bequem gemacht. Letztendlich waren sie eh immer in Bewegung.

Vor der Vorstellung noch wurde die Musik gestartet, ein bisschen HipHop zur Einstimmung – ab auf die Matte und in den herabschauenden Hund. Eine kurze, warmmachende Sequenz mit interessanten Ideen. Die kurze Warmmachintro war bezeichnend für alles Folgende.

Danach stelle sich Young Ho und sein „Inside Yoga“ kurz vor, sowie auch seine Assistentin Marie.

Die drei Säulen der Inside Yoga Philosophie:

  1. Wir glauben an die Evolution!
  2. Wir glauben an die Kraft der Musik!
  3. Der größte Lehrer von allen, Mahaguru, ist in dir!

Lernen endet niemals. All you need is inside!

Tradition und Moderne

Es begegnet mir in der Kampfkunst und auch im Yoga – Tradition und Moderne scheinen in vielen Köpfen wie Yin und Yang. Die „Traditionalisten“ schütteln mit dem Köpfen, was andere aus den wertvollen Dingen von Einst machen, die „Modernen“ schütteln mit den Köpfen, dass die anderen so starr an „ihrem“ festhalten. Und ich denke so manchmal – hey, das eine geht ohne das andere nicht. Eine gute Basis muss sich weiter entwickeln, sonst ist sie „tot“. Alles im Leben verändert sich, entwickelt sich, möchte bzw. sollte besser werden. Zudem ist das, was viele heute als traditionelles Yoga praktizieren, auch noch gar nicht soooo alt. Wenn ich jetzt mal Tirumalai Krishnamacharya (1888-1889)  nehme, der zusammen mit seinen Schülern so was wie ein Wegbereiter des Iyengar-, Ashtanga- und Viniyoga war. Dann ist das halt nicht wirklich alt. Und auch in den Jahren ist zu sehen, wie sich der Yoga auch schon dort weiterentwickelt hat, da jeder Schüler seine Ideen, sein Wissen und seine Erfahrungen hat einfließen lassen.

Und dann sitzt da ein Young Ho und sagt genau das. Und er stellt die Frage in den Raum, warum die „Gurus“ von einst es besser wissen sollten als die Menschen von heute, die sich mit der Thematik ebenfalls auseinander setzen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in den Yoga mit einfließen lassen? Warum nicht den Yoga modernisieren, entwickeln, Dinge anders machen als die alten Meister. Heute wird in der Medizin auch anders operiert als damals.

Er fragt, warum Sanskrit eine „heilige Sprache“ ist, die bestimmte Wirkungen haben soll? Ist es so? Fühlt es jemand von uns oder fühlen wir es nur, da es aus Indien kommt und einfach so interessant klingt und schick ist? Bin ich noch nicht so weit, dass ich es fühlen kann? Von dieser Art Fragen gab es noch einige mehr und jeder durfte sich damit auseinander setzen. Ihm war wichtig, dass man kritisch und skeptisch bleibt, auch ihn selber hinterfragt. Wobei er sich dann auch nicht zu schade ist mal zu antworten – weiß ich gerade nicht. Nur weil man das Tun und die Ideen der alten Gurus hinterfragt heißt es nicht, dass man ihnen gegenüber nicht respektvoll ist.

Bei Inside Yoga wird auch kein „Om“ zu Beginn der Stunde gesungen, keine Mantren. Kein „Gleichschalten“ der Schüler, kein Einstimmen auf diese Art. Young Ho empfindet es als leichte Manipulation seiner Schüler vor dem Unterricht. Er möchte eine Begegnung auf Augenhöhe. Yoga ist eine Wissenschaft und keine Religion und wir wären nicht in der Kirche. Jeder soll so individuell bleiben, wie er ist. Er nutzt auch kaum Sanskritnamen der Asanas. Die Marie musste bei den Worten ebenfalls etwas schlucken, aber sie studiert Philosophie und musste den teils deutlichen Worte zustimmen.

Young Ho berichtete von seiner aktiven Taekwondo-Zeit und dem „überlegenen und erhabenen“ Gefühl, welches er hatte, als er alles auf Koreanisch ansagte – seinen Schülern, die Probleme hatten, die Worte gut auszusprechen, manche dann sogar Koreanisch gelernt hatten gegenüber. Er möchte sich nicht mehr mit Sanskrit schmücken. Er braucht es nicht mehr. Diesen Teil hat er abgeworfen und nutzt die Sprache, die seine Schüler sprechen, mit welcher er sie direkter erreichen kann. Den Bezug des Yoga zum Hinduismus, zum Sanskrit, zum Kastensystem und Teile dessen heute weiter führen, da es einfach zum Yoga gehört… damit hat er Probleme, auch, da dem Ganzen für ihn ein Hauch „Nationalismus“ anhaftet. So bindet jeder seine eigenen Erfahrungen ein in seine Praxis, stellt sich Fragen.

Dieser Part wurde am Sonntag nochmals länger behandelt und alles aufzuschreiben sprengt hier echt den Rahmen. So kurz angerissen liest sich das jetzt vielleicht blöd irgendwie und ich hatte überlegt, ob ich diese Punkte mit anführe, da sie dessen, was Young Ho vermitteln wollte, vielleicht nicht gerecht werden würden. Aber ich fand die Punkte so elementar, dass das nun nichts nützt. Und ich hoffe, dass er über meine Ausführung jetzt nicht komplett den Kopf schütteln würde. Wer mehr darüber erfahren möchte, nehme einfach Kontakt zu Inside Yoga auf 😀 .

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Die Praxis

Wir wurden gefragt, was wir gerne würden machen wollen. Der Wunsch nach einem „Inside Flow“ wurde natürlich geäußert. Young Ho sagte aber, dass der sich zwar gut anfühlen würde, aber ob wir nicht auch Lust hätten, da doch einige Lehrer im Raum waren, neue Ideen für die Praxis mitzunehmen. Also eher Richtung Körperfunktion, Alignment, Assists und ggf. im Anschluss einen Flow. Super Idee, dachten wir. Und schon wurden Chaturanga und Kakasana in den Raum geworfen.  Chaturanga? Ach, ein Low Pushup! Kakasana? Bakasana? Ach, einen dieser Vögel! meinte er etwas „ketzerisch“ 😀 Tja, daraus folgte dann, dass wir uns die Stunden mit den Arm Balancen in den verschiedensten Variationen auseinander gesetzt haben. Ich glaube fast, das war auch sein Plan *g* . Denn der erste Tage befreite einen so von alten Lasten, von Grenzen, dass am folgenden alles leichter aufgenommen werden konnte. Auf jeden Fall bei mir.

Ich dachte, suuuuper Idee. Gerade ich, die sich vor ein paar Monaten überwunden hatte, die Krähe wieder in Angriff zu nehmen und gerade dabei ist, den Handstand zu üben, landete in einem Workshop für Arm Balancen. Da wusste ich noch nicht mal, w o das hinführen sollte.

Wir lernten die Zusammenarbeit von Beinen, Bauch/ Core und Schultern unterstützt von viel „Würde“. Dazu durften wir spüren, was LTE (Light through engagement / Leicht durch Anstrengung) mit uns macht, während wir auf den Armen balancierten.

Unter den Übungen waren:

  • Eka Pada Bakasana mit versetzten Armen
  • Eka Pada Koundinyasana II mit versetzten Armen
  • Halbmond
  • Halbmond einem Bein, unterer Arm parallel zum Boden
  • von da Handstand mit angewinkelten Beinen und ins „Rad“, Halbmond wieder auf anderer Seite

Die Übungen waren herausfordernd und wurden sprunghaft immer komplizierter. Young Ho sagte, da ist gut so, denn dann kommt einem anderes gleich viel leichter vor von dem man vorher dachte, was ne „S*****-Übung“. Er hatte… recht.

Geendet hatte das ganze dann tatsächlich für eigentlich alle, auch für mich, im Hollowback Pincha Mayuranasana. Googelt danach, dann wisst ihr, wie das aussieht.

Alles eine Sache der Mitte und der Zentrierung

Wenn man da so über Kopf auf den Armen balanciert und das Gehirn aufgrund der neuen Position so gar nicht mehr weiß, wo oben unten rechts und links ist, man die Orientierung verliert, dann schlägt der Körper Alarm. Das Navi ist out of order. Wir durften lernen, wie wir unsere Mitte, unser Zentrum in diesen Positionen aktivieren können, damit wir nicht kopflos werden. Eine für mich sehr wichtige Erfahrung nicht nur für den Yoga.

Kritik?

Da der Workshop für alle Level ausgeschrieben war, war es für die Anfänger mit Sicherheit teils zu heftig. Ich wusste, dass ich einiges an Kraft durch das Training entwickelt habe und konnte gut einschätzen, was ich noch mitmache und was ich mir dann einfach anschaue. Probleme hatte ich mit den Assists. Denn die Übungen waren super komplex und teils auch für Ungeübte nicht ungefährlich. Bei den Assists habe ich mich nicht wirklich sicher gefühlt. Da hätte ich mir mehr Zeit für gewünscht. Denn das richtige Führen und Halten in eine Übung ist ebenso wichtig wie die Übung selber. Aber Young Ho und Marie taten ihr Bestes, jedem einmal selber in Position zu bringen. Das war dann schon ein gutes Gefühl, weil sich einiges für den Körper gleich ganz anders anfühlte. Dabei waren es teils nur minimale Bewegungen, die vorgenommen wurden, die massive Veränderungen im Körpergefühl ausgelöst haben. Und sich besser angefühlt haben, als die „klassischen, traditionellen“ Varianten. Wobei ich da für mich sagen muss, dass ich auch da noch echt Defizite habe und dieses natürlich auch Auswirkungen auf mein Körpergefühl hat.

Warum Asanas so machen, wie in den Büchern steht? Warum nicht den Körper auch mal anders ausrichten? Wie fühlt sich das an? Wie fühlt sich die Atmung dann an? Warum beim Krieger II den Kopf den Fingerspitzen folgen lassen? Wie fühlt sich die Stellung für mich an, wenn ich mich so oder so bewege?

Unglaublich spannend und noch spannender, in welche Bereiche es dem Körper dann möglich ist, sich zu bewegen, obwohl es vorher nicht ging.

Machst du die Dinge so wie immer, machst du die Dinge wie immer. Das kann sich gut anfühlen, Sicherheit geben, gut sein, es bringt dich aber vielleicht auch nicht weiter, macht dich evtl. träge und depressiv. Mach es mal anders, sei wie ein Kind! Probiere aus! Entwickele dich, egal wie alt du bist!

Üben – üben – üben – oder lege dich auf die Matte und höre auf, wenn es nicht klappt

Neue Bewegungen lernt der Körper über das Üben. Es gibt keine Tablette zum Schlucken, damit wir etwas schneller erlernen, keine Magie. Wir müssen üben. Wenn wir mit neuen Dingen starten sind wir uns bewusst, dass wir sie noch nicht können. Daher ist es quatsch nach der ersten Wiederholung trauernd zu Boden zu sinken und zu sagen, ich kann das nicht. Das war vorher schon klar! Aber dieser Gedanke macht eine ungute Stimmung, er zieht uns runter, ist destruktiv. Noch schöner eventuell, wenn wir danach in die Stellung des Kindes gehen, so Young Ho. Vielleicht mal nach einem „Umfaller“ einen aufrechten Sitz ausprobieren und danach neu starten.

Ja, ich konnte viele Sachen „noch“ nicht! Wurde aber ermutigt, sie immer wieder zu probieren, nicht so viel nachzudenken. Irgendwann wird es klappen.  Falle ich um, passiert nichts. Aufstehen, weiter machen! Noch… ein kleines Wort mit großer Wirkung.

Während wir so vor uns hin stöhnten wurden wir ab und an nett daran erinnert – denkt daran…  wenn es bei euch nicht klappt, sofort! aufhören und auf die Matte legen *g* . Das hat so was von gesessen *lach*.

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Practice „smart“ and all is coming

In Anlehnung an den viel zitierten Spruch von Pattabhi Jois – übe, und alles wird kommen – seine Universalantwort auf fast alle Fragen seiner Schüler, sagte Young Ho, dass er das auf ein Wort ausweiten möchte. Practice smart – mit Köpfchen. Hinterfrage, erforsche, denke nach. Ich selber habe Pattabhi Jois nicht kennen gelernt, aber ich weiß, dass sein Englisch recht gebrochen war. Vielleicht meinte er tatsächlich mit seiner Antwort auch genau das.

Tut Yoga den Menschen gut, ist es aufgrund Tradition. Richtet Yoga „Unheil“ an (und das kann er durchaus), dann ist es die Schuld des Übenden, nicht der Tradition – überspitzt gesagt. Young Ho möchte seinen Schülern mitgeben und sie anleiten, auf sich selbst zu hören. Was tut einem gut, was fühlt sich für einen wie an, den eigenen Mahaguru zum Leuchten bringen, ihn finden. Wir alle möchten uns durch den Yoga etwas Gutes tun und nicht nach Jahren der Praxis das Gegenteil erreicht haben.

Der „Inside-Flow“

Musik spielt im Inside Yoga eine große Rolle. Musik erreicht Menschen auf unterschiedlichste Weise, weckt Emotionen. Und dieses darf man sich gerne zu Nutze machen. „Laut werden“ um die Stille genießen zu können. Nicht immer, aber oft. Bei der Titelauswahl sollte der Beat stimmen und auch der Text. Es gibt einige gute Lieder, die sich für einen Flow eignen würden, aber der Text nicht 😀 .

Zu den Liedern choreografiert Young Ho einen abgestimmten Vinyasa-Flow. Bei diesen Flows wird in den Stunden dann nicht auf Alignment geachtet, dafür gibt es Ausrichtungs-Stunden. Die emotionale Wirkung ist ihm hier wichtig, dem Herzen folgend und die spezielle Verbindung von Körper(-bewegung), Atmung und Geist in diesen Momenten.

Zum Abschluss am Sonntag, nachdem wir Basics wie den herabschauenden Hund, den Krieger, den Halbmond, Wild Thing und Rückbeugen aufpoliert und neu orientiert hatten, spüren durften, wie gelöst es sich in der Anspannung anfühlen kann, kamen wir dann tatsächlich noch zu einem wundervollen und für mich sehr emotionalen „Inside Flow“ zu dem Lied „Falling slowly“ aus Once in der Musical Version. Die Choreo musste ich gestern Abend gleich für mich nochmal auf Video aufnehmen. Ein ganz bisschen wie Tanzen! Das Lied hat nun für mich so eine schöne Bedeutung, dass ich mit Zuki schon geschaut habe, ob wir da was raus choreografieren können. Geht ❤ !

Unglaublich, wie schnell Young Ho den Flow mit uns aufbauen konnte und wir ihn mehrmals hintereinander durchgegangen sind. Das letzte Mal durfte jeder eine spezielle Widmung für sich aussprechen und dann den Flow starten.

Danach folgte noch eine Abschluss-Meditation, welche einen Teil der Inhalte dessen, was wir an dem Wochenende erlebt hatten, beinhaltete.

Es gibt noch so viel zu lernen, zu entdecken, zu erforschen. Ein Wochenende mit vielen neuen Aspekten. Ich nehme aus diesen Stunden nicht nur auf den Yoga bezogen viel mit und bin den Veranstaltern dankbar, dass sie Young Ho nach Hamburg eingeladen haben und ich bin Young Ho für sein inspirierendes Wochenende sehr dankbar! Das war auch das einzige, was ich zum Schluss ihm gegenüber bei der Verabschiedung raus brachte – danke danke danke!

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