Die dunkle Seite der Macht – auf yogischen Abwegen?!

Themen für Artikel entstehen mitten aus dem Leben. Hier auf diesem Blog verhält es sich ähnlich wie auf „Tali’s Welt„. Die Dinge passieren einfach. Mal sind es Kommentare, Nachrichten, ein Lied, ein Gedanke, mal Situationen im Leben, mit Hund, Patienten oder anderen Menschen. Es gibt Zeiten, da könnte ich gefühlt jeden Tag schreiben, dann passiert wochenlang mal gar nichts. Wobei letzteres häufig einfach an meiner Zeit liegt. Schreiben könnte ich immer 😀 .

Heute schreibe ich beispielsweise aufgrund zweier Nachrichten, die mich wegen meines letzten Artikels erreichten. O-Ton: Hat dich die dunkle Seite der Macht gepackt und führt dich jetzt auf yogische Abwege 😯 ?!

Als ich diese beiden Nachrichten las musste ich schmunzeln, hatte ich Ähnliches vor einiger Zeit zu lesen bekommen, als ich mit Zuki diese „Zirkusnummern“ zu trainieren begann. So ein „unseriöses“ Training waren manche gar nicht von mir gewohnt 😀 😉 .

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Eben noch ist die Nic total ernsthaft yogisch unterwegs (was auch immer das heißen mag) und dann steht sie auf „Akrobatik mit Musik“ und scheint ganz hin und weg zu sein.

Verbundenheit

Ich kann es super gut verstehen, wenn es jemandem aufstößt, dass ein Fokus auf den „körperlichen“ Yoga zusammen mit Musik als vielleicht „der“ Yoga schlecht hin verkauft wird. Ganz unabhängig davon, Yoga hin oder her, mich persönlich trifft Musik sehr tief. Es gibt für mich fast nichts einfacheres, um meinen Geist, Körper und Atmung zu verbinden, als in Bewegung mit Musik (ein guter Rhythmus reicht). Das ist für Menschen, die mit Tanzen nicht so viel zu tun haben, evtl. schwer vorstellbar. Der Herzschlag hat einen Rhythmus. Das Leben hat einen Rhythmus.

Eine tiefe Verbundenheit spüre ich ebenfalls im Qigong und Taijiquan. Diese Verbundenheit hat eine andere Qualtiät. Ob besser oder schlechter mag ich gar nicht bewerten. Beide sind anders, obwohl sie beide „fließen“ lassen und Energien generieren. Beide sind mir wichtig.

Mit dem Yoga klappt das noch nicht so auf dem Level, wenn ich hier die Musik jetzt mal außen vor lasse. Ich brauche da mehr Übung, mehr Anleitung.

Ja, warum macht sie das denn, wenn es woanders schon so super klappt? Wofür brauche ich denn Yoga?

Da ich mir sicher bin, dass im Yoga noch so viel mehr steckt, als meinen Körper schmerzfrei zu bekommen (unglaublich, aber ich arbeite immer noch ohne Schmerzen!). Ich fühle, dass da sehr viel mehr zu erforschen ist – wofür das Ergebnis dann auch immer gut sein könnte. Und dass das vermutlich auch etwas deutlich anderes ist, als wenn ich einen Flow zur Musik mache. Ich komme da aber nicht ran. Auf jeden Fall habe ich es in den letzten Monaten nicht geschafft. Keine Sorge. Ich übe nicht mit dem Gedanken, dass es jetzt gleich puff macht und ich ein ober krasses Gefühl bekomme und die Welt auf einmal ganz anders aussieht. Ich merke jedoch, dass mir was fehlt.

Wobei das auch nicht ganz richtig ist, denn es hat sich für mich einiges in den letzten Monaten verändert. Nicht direkt bei den Übungen selber (da werde ich einfach „nur“ immer kräftiger, flexibler und fühle mich danach super, lebendig), sondern im Leben generell. Da das Wudang-Training aber auch noch parallel läuft, kann ich gar nicht genau sagen, was da wie wo Einfluss auf Wasauchimmer nimmt.

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Lehrer

Ohne einen guten Lehrer ist es schwer, über einen gewissen Punkt hinaus zu kommen. Je nach dem, welche Fragen man hat, braucht man jemanden, der diesen oder jenen Level an Wissen und Erfahrung hat. Habe ich „einfache“ Frage, finde ich sie in Person XY, habe ich „weniger einfache“ Fragen, reicht Person XY dafür vielleicht nicht mehr. Ich habe derzeit für mich jemanden gefunden, ohne eigentlich gezielt gesucht zu haben. Vielleicht unbewusst. Aber vermutlich ist es so, dass man sich von den Menschen angesprochen, angezogen fühlt, von denen man das Gefühl hat, dass sie einem die Antworten geben können. Und das vielleicht, obwohl man die Fragen noch gar nicht ausformuliert hat.

Wenn eine Person beispielsweise sagt, dass eine „heilige“ Sprache keine Wirkung auf sie hat. Dann vielleicht, weil es einfach keine Wirkung gibt (wissenschaftlicher Beweis vorhanden ja/nein?) oder vielleicht, weil die Person noch nicht so weit ist, sie zu spüren. Who knows?

Ernenne ich als diese Person als meinen Lehrer, dann ist die Chance, dass ich Zugang zur heiligen Sprache bekomme, vermutlich geringer. Oder wir würden sie vielleicht zusammen entdecken. Das wäre auch schön! Wobei sich dann dieser Lehrer dazu vermutlich auch frei machen müsste von anderen Gedanken, die aus seinen Erfahrungen in seinem Leben produziert werden.

Das Problem „heiligen Sprache Wirkung“ lässt sich auf viele Punkte im Yoga übertragen. Es ist schwer etwas zu entdecken, zu erforschen, wenn ich es für mich von Grund auf ablehne oder es schon abgeworfen habe, ohne zu wissen, ob es nicht doch da ist. Abwerfen kann ich später, wenn die Basis stimmt. Aber ich kann meine Basis nicht vernünftig aufbauen, wenn ich von vorherein bestimmte Dinge ausklammere. Die Freiheit möchte ich mir (von einem Lehrer, Trainer, Coach, von mir selbst) nicht nehmen lassen.

Ich kann über vieles Lachen, schmunzeln, kann Gedankenkonstrukte bilden und überlegen, wie was sein könnte, was wo dahinter stehen könnte oder auch nicht und sagen, ja, das ist alles schlüssig. Aber gleichzeitig glauben, dass da trotzdem mehr ist.

Mein Background ist schulmedizinisch, wisschenschaftlich. Neurobiologische Vorgänge sind mit detailliert vertraut, Verhaltensbiologie und verschiedene Lernformen ebenso. Ich kann das nicht abwerfen, wenn ich mich auf mein Qi konzentriere, aber es lebt sich für mich gut mit beiden „Systemen“ zusammen. Vermutlich wird irgendwann jemand Schlaues die Verbindung zum Qi, Prana und der Wisschenschaft gefunden haben.

Zukunft

Der Workshop bei Young Ho wird vermutlich nicht der letzte bei ihm gewesen sein 😀 . Ich fand ihn wirklich super gut. Und ich werde auf diesen Workshops und ähnlichen vermutlich weiterhin super viel Spaß haben, mich gut fühlen und jedes Mal etwas für mich mitnehmen. Ich kann mich in jemanden total „verlieben“, aber ich muss ihn deswegen doch nicht gleich heiraten 🙂 . Und das ist vollkommen okay! Wäre ja noch schöner 😀 .12080211_1074098529267707_4171399392859225333_o

Also keine Sorge – auch wenn ich von Armbalancen angeknipst bin und tatsächlich auch mal gute Mucke zu einem Flow laufen lasse und sogar schaue, wo ich mal wieder „Inside-Yoga-mäßig“ hin könnte – habe ich mein grobes Ziel vor Augen. Und ich bin sehr froh und glücklich das Gefühl zu haben, jemanden mit Antworten für „meine derzeitigen Fragen“  gefunden zu haben 🙂 . Bzw jemanden, der mich dabei unterstützen kann, meine Antworten zu finden.. und neue Fragen 😀 . Aber das Leben ist so bunt, wer weiß, wo wir letztendlich landen werden. Die „Wahrheit“ an sich, wer kennt die schon…?! Möge die Macht immer mit euch sein! Und „Musik“ in eurem Leben ❤ !

Lach, da musste ich eben an Kakashi in dieser Szene denken. Kakashi ist sowieso der Beste überhaupt 😉 😀 ! Mit dem würde ich echt gerne mal trainieren LOL!

 

 

 

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