Was wäre Yoga für mich, wenn ich nichts sehen könnte.

Ich stelle mir vor, ich habe noch nie etwas sehen können (weil ich vielleicht blind bin).

Ich habe noch nie mein Spiegelbild gesehen, kein Yogamagazin, kein Yogavideo.

Ich habe noch nie jemanden gesehen, der selber Yoga praktiziert.

Was ist dann Yoga für mich?

Ich kann mich mit niemandem vergleichen.

Ich kann während des Praktizierens kein Bild von mir machen, kein Spiegelbild sehen.

Alles was ich habe ist das, was ich fühle.

Dieses gilt es zu pflegen.

Wie fühle ich mich, wenn ich praktiziere?

Wie fühle ich mich, wenn ich praktiziert habe?

Die Idee dieser Vorstellung mit den dazugehörigen Fragen kommt nicht von mir. Sie entstammen dem Video unten. Das Video zeigt David Swenson auf einem Workshop. Er ist einer der ersten aus dem „Westen“, der 1977 begann, bei Shri K. Pattabhi Jois Asthanga Yoga zu lernen.

In einer Zeit, wo noch vieles anders war, als es heute ist.

Ich bin dankbar, dass heute vieles anders ist. Ich bin dankbar, dass Yoga heute „vermarktet“ wird, denn ansonsten wäre ich vielleicht nicht wieder drüber gestolpert. Ich bin dankbar über die Bücher, die geschrieben wurden. Ich bin dankbar, dass mir Videos auf verschiedenen Portalen online zur Verfügung gestellt wurden/werden, denn sonst hätte ich meinen Wiedereinstieg nicht gefunden. Ich bin dankbar, dass mein Yogalehrer „Werbung“ für seinen Kurs auf Facebook gemacht hatte, sonst hätte ich ihn nicht gefunden. Ich bin dankbar für meinen Lehrer, von dem ich nun direkt lernen darf.

Andere sind vielleicht dankbar für die schicken Yogaklamotten, weswegen sie mit Yoga starteten. Dankbar über die Farben und das Gefühl, das damit transportiert wird. Oder oder oder. Jeder wird seine Punkte haben.

Trotzdem muss ich achtsamsein, dass mir Obiges nicht verloren geht bzw. dass ich es pflege.

Sich vorzustellen, was wäre wenn… Das ist wichtig. In mir arbeitet es sehr nach und wird mich vermutlich noch lange beschäftigen. Und es wird meine Yogapraxis beeinflussen und verändern.

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Ein Kommentar zu „Was wäre Yoga für mich, wenn ich nichts sehen könnte.

  1. Ich hatte Yoga blind praktiziert. In einer 90 Minuten BlindYogaEinheit bei Lucia in der Yogablüte ( http://blog.yogastudios.at/yoga-in-gerasdorf-yogabluete-at/ ) Wir bekamen Augenbinden. Die Asanas wurden angesagt. Eine neue Erfahrung, Yoga zu praktizieren, ohne was zu sehen. Auf die Stimme der Yogalehrerin zu hören. Man wird aufmerksamer. Man praktiziert Yoga ablenkungsfrei. Das Räucherstäbchen wird intensiver wahrgenommen. Die Endentspannung „entspannter“ erlebt. Eine Erfahrung, auf die sich jede Yogini und Yogi einlassen sollte.

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